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 Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung

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BeitragThema: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 03 Feb 2011, 17:53

Das Thema scheint allgemein recht unbekannt zu sein, deshalb schreibe ich dazu mal was. Lipos werden bei der Herstellung mit einer speziellen Chemikalie versehen, die als Reaktionsbremse dient. Das bedeutet, die Chemie im Akku wird ruhig gestellt, dadurch ist ein neuer Lipo länger lagerfähig. Dieser Zusatz bewirkt auch, daß die Zellen anfangs hochohmiger sind, also nicht ihre volle Leistung bringen. Bei den ersten 3 - 5 Zyklen wird dieser Zusatz restlos abgebaut und der Akku erreicht erst dann seine volle Leistungsfähigkeit. Als sinnvoll hat sich dabei für Turnigy 20C Lipos folgendes Vorgehen herauskristallisiert:

Erste Ladung mit 0,5 C bis 100 %
Erste Entladung mit 0,5 C auf 3,7 Volt / Zelle
Zweite Ladung mit 0,5 C auf 100 %
Zweite Entladung mit 0,5 C auf 3,6 Volt / Zelle
Dritte Ladung mit 1 C auf 100 %
Dritte Entladung mit 1 C auf 3,6 Volt / Zelle
Vierte Ladung mit 1C auf 100 %
Erster Flugeinsatz mit gemäßigten Strömen, also sanftem Flugstil, Flugzeit auf ca. 50 - 60 % Entladung beschränken
Fünfte Ladung mit 1C auf 100 %
Zweiter Flug mit Nutzung von 70 - 80 % der Kapazität mit sanftem Flugstil

Wichtig: alle Ladungen und Entladungen am Lader immer mit Balancer durchführen, nie ohne!

Ab diesem Punkt kann der Akku voll rangenommen werden, da er nun gut ausbalanciert und eingearbeitet ist.

Durch sie langsame Einarbeitung mit niedrigen Strömen wird nicht nur der Reaktionshemmer abgebaut, sondern auch die anfängliche Zellendrift stark reduziert. Solange man den Akku nicht restlos leer saugt, driften die Zellen nur noch ganz wenig, was jeder Balancer schnell und zuverlässig ausgleichen kann. Der Lohn dieser Mühe ist ein Akku, der problemlos arbeitet, wenig Wärme produziert und eine lange Lebenserwartung hat.

Die Anschaffung eines hochwertigen Ladegerätes von robbe oder Hyperion kann ich ganz besonders empfehlen, da sie sehr genau arbeiten und alle notwendigen Funktionen zur Verfügung stellen. Mit schlechten Ladegeräten halten selbst die besten Akkus nicht lange, mit guten Ladern aber halten auch billige Akkus erstaunlich lange. Ein gutes Ladegerät und ein langsam eingearbeiteter Akku sorgen für einen problemlosen Flugbetrieb über lange Zeit hinweg. Manche meiner Turnigy 20C Lipos haben schon mehr als 200 Zyklen erreicht und sind immer noch gut in Form. Auch nach so langer Betriebszeit mit maximal 80 % Entladung driften die Akkus nur gering. Nicht eingearbeitete Akkus fangen deutlich früher an zu driften und erreichen nicht diese hohe Zyklenzahl, nach 50 - 100 Zyklen kann dann schon Schluß sein, Kapazität und Leistungsfähigkeit lassen stark nach.
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Lars G.
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 03 Feb 2011, 18:13

Sehr schöner Beitrag, da hab ich gedacht ich kenne mich schon ganz gut mit Akkus aus scratch
aber da lehrnt sogar ein Elektroniker noch was dazu.

Grüße
Lars

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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 03 Feb 2011, 18:47

Dass man bei neuen Lipos anfänglich mit sanften Lade- und Entladezyklen beginnen sollte, bevor man sie einsetzt, habe ich gewusst.
So in der ausführlichen Form hat das noch Keiner beschrieben. Wieder was dazu gelernt.

Ich habe am Anfang meine neuen Lipos 3x ge- und entladen (1C am Ladegerät mit Balancer) und danach die erste Ladung nur mit Schwebeflügen bis 3,6V der schwächsten Zelle unter Last (Lipo-Blitzer) entladen. Ab da kam dann der normale Einsatz, wobei meinen Akkus eh nicht die Tortur eines 3-D Piloten abverlangt wird.

Peter

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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 03 Feb 2011, 21:04

Sehr gut beschrieben. Eine frage zum entladen: wie kann man den Akku entladen bis 3,7 volt pro Zelle?

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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 03 Feb 2011, 22:06

Das geht mit den Ladegeräten der oberen Preisklasse, die entsprechende Programme haben und eine Datenleitung zum Balancer. Oder hochwertige Ladegeräte mit integriertem Balancer. Wie erwähnt, da sollte man sich bei robbe und Hyperion umsehen, da sind solche Dinge selbstverständlich. In der der "Geiz-ist-Geil-Preisklasse" sind die allerdings nicht angesiedelt, um die 200 € oder mehr muß man für eine gute Ausstattung investieren. Dafür hat man die Gewißheit, daß diese Geräte über viele Jahre hinweg zuverlässig arbeiten und die geladenen Akkus gut balanciert sind.

Bei mir werkelt ein Hyperion EOS 1210i, die erste Version mit A123 Ladeprogramm, mit bis zu 2 robbe TOP Equalizern 6S Nr. 8492. Damit kann ich 2x 6S in Reihe laden, also 12S. Der erste Balancer ist dabei per Datenkabel mit dem Lader verbunden, und der zweite Balancer wird mit einem Verbindungskabel mit dem ersten verbunden. Und entladen wird, bis die erste Zelle die im Lader eingestellte Spannung erreicht, ob 3,0 oder 3,8 Volt, geht in Zehntel Schritten einzustellen.

Ein herrliches Spielzeug ist das Very Happy und die Akkus danken solch gute Pflege mit langer Lebensdauer sunny
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technikant



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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Fr 04 Feb 2011, 09:26

Hi,

deine Ausführungen sind interessant. Die meisten Verfahrensweisen waren mir auch schon so oder ähnlich bekannt u. werden von mir auch so praktiziert. Die Weisheit mit der "Reaktionsbremse" hatte ich auch schon einmal in einem Forum gelesen. Ich habe allerdings bisher noch keine Quelle für diese These finden können, die diesen Umstand belegt.

Meine Frage hierzu: worauf begründet sich dein Wissen? Gibt es eine Pflegeanleitung eines Akkuherstellers, der darauf verweist? Question

I need more input... Exclamation Ich stelle deine Aussage nicht in Frage, möchte aber etwas mehr darüber erfahren. Idea

Gruß

Dieter
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Fr 04 Feb 2011, 13:09

Hallo Dieter,

du hast recht, das ist leider gar nicht offiziell dokumentiert. Darauf gekommen bin ich, als ich vor etlichen Jahren die Innenwiderstände neuer Lipos gemessen habe. Damals waren die Dinger noch sauteuer und außer Kokam gab es kaum was. Dabei fiel mir auf, daß nach mehreren Ladungen der Innenwiderstand geringer geworden war, die Spannungslage unter Last höher und die Kapazität ebenfalls höher. Mit viel Fragerei bekam ich dann die Info, daß den Zellen bei der Fertigung ein sogenannter Reaktionsinhibitor beigemischt wird, damit sie lagerfähig sind. Ohne diesen Reaktionsinhibitor wären neue Zellen bereits nach 6 Monaten geschädigt und nach 12 Monaten hinüber, somit nicht mehr zu verkaufen. Was das für ein Zeug ist, wird verschwiegen - das ist geheim.

Dieser Reaktionsinhibitor wird bei den ersten Ladungen und Entladungen abgebaut. Belastet man den Akku nun gleich voll, kann dieser Vorgang nicht vollständig abgeschlossen werden, es verbleiben Reste in den Zellen. Diese Reste des Reaktionsinhibitors sind es, die für einen erhöhten Innenwirderstand und eventuelle Blähungen der Zellen verantwortlich sind. Belastet man neue Akkus bei den ersten Zyklen mit geringen Strömen, wird der Reaktionsinhibitor vollständig abgebaut und die Zellen bringen ihre maximal mögliche Leistung.

Warum das nicht bei jedem Lipo dabei steht auf einem Beipackzettel? Wahrscheinlich aus mehreren Gründen: der Lipo geht schneller kaputt und der Kunde braucht einen neuen, und wer kauft schon Akkus, die erst "einlaufen" müssen? Dann nimmt man doch lieber den, der das nicht braucht - auch wenn der nach 25 - 50 Zyklen die Grätsche macht.

Jeder von euch kann das praktisch ausprobieren. Einfach 4 neue Akkus kaufen, 2 davon gleich fliegen, 2 erst einarbeiten. Nach spätestens 50 Zyklen sieht man das Ergebnis, die uneingelaufenen Packs blähen und werden schwächer, die sauber eingearbeiteten protzen im Vergleich regelrecht mit Leistung. Ich habe es mit 3S 2200 mAh 20C Turnigy probiert, die eingearbeiteten Packs sind immer noch fit. Die nicht eingearbeiteten Packs sind schon lange entsorgt, die haben nur 29 bzw. 38 Zyklen gehalten. Somit läßt sich der Reaktionsinhibitor im praktischen Versuch recht zuverlässig nachweisen.

Je höher die Kapazität der Zellen ist, desto stärker wirkt sich eine falsche Behandlung aus. Ab ca. 3 Ah Kapazität können die Dinger richtige Sensibelchen sein, während man zum Beispiel kleine 800 mAh Zellen schon rabiat mißhandeln muß, damit die kauptt gehen. Trotzdem arbeite ich sogar meine 800 - 1000 mAh Koax-Lipos ein, die halten dann teilweise über 300 Zyklen mit guten Leistungen durch, und schaffen bis zu 400 Zyklen insgesamt. Die letzten 50 - 100 Zyklen lassen sie konstant nach , Spannungslage und Kapazität werden immer schlechter, die Packs werden beim entladen auch deutlich wärmer.

Zwischen 2007 und Ende 2009 habe ich für 2 Firmen Lipos getestet, dabei wurde mir das mit dem Reaktionsinhibitor von den Importeuren und Konfektionierern der Packs bestätigt. Es waren auch Zippy Flightmax und Turnigy Packs unter den Testkandidaten, und ich kann bzw. darf nur soviel verraten: die haben ziemlich gut abgeschnitten! Durch die Testerei und meine unstillbare Neugier bin ich zu meinem Wissen gekommen, auch wenn die Firmen nur sehr zögerlich damit rüber kamen. Wenn man mich zur Vordertür rausschmeißt, komme ich eben zur Hintertür wieder rein. So lange, bis ich erfahre, was ich wissen will Twisted Evil
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technikant



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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Fr 04 Feb 2011, 15:22

Hallo Schorch,

vielen Dank für deine ausführliche Info. Mit diesem Hintergrundwissen sieht man die Sache ganz anders u. diese Aussage macht auch Sinn. Exclamation

Nun muß ich mir Überlegen, wie ich meine neuen Lippos noch besser "einarbeiten" kann. Mein Vierfachlader hat leider nur eine Entladeleistung von 5 Watt pro Strang. Diese habe ich bisher für ausreichend befunden, nun macht das ganze so keinen Sinn mehr. Werde mir dann wohl aus Autolampen eine "Lastbank" basteln. Eine andere Alternative sehe ich in einem meiner Flächenmodelle, welches man mit zwischengeschaltetem Power Analyzer so lange quirlen läßt, bis die gewünschte Entladerate erreicht ist.

Allerdings müßte ich dann vorher meine Hobbybude staubsaugen... Embarassed die Folgen wären sonst fatal... lol!

Ein weiteres brainstorming ist also angesagt.

Gruß

Dieter
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Fr 04 Feb 2011, 18:40

Power Analyzer + Autolampe schonen deine Lunge und die Antriebsstränge deiner Flächenmodelle Wink

Die Anschaffung eines richtig guten - und damit leider auch teuren - Laders wäre eine dauerhafte "Rundum-Sorglos-Lösung" Very Happy
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Jofrank



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BeitragThema: Welche Ladegerät-Empfehlung dafür?   So 29 Mai 2011, 01:14

Hallo Schorch,

danke für Deine ausführlichen Erklärungen; vor diesem Hintergrund erscheinen die so unterschiedlichen Erfahrungen, die Leute oftmals mit dem gleichen LiPo-Typ machen, in einem anderen Licht.

Jetzt meine Frage:
Du schriebst von einem Ladegerät Hyperion EOS 1210i.

Welchen Typ (LG; ggd. Balancer) würdest Du jetzt empfehlen, der für diese Art der LiPo-Einarbeitung geeignet ist (und auch Teilladen zum Einwintern kann u.a.)
Leider sind die Beschreibungen der Ladegeräte nicht wirklich so aussagekräftig.

Ich habe zur Zeit ein Intelli BiPro, das solche Funktionen nicht hat.
Gedacht hatte ich an ein Revolectrix CellPro 4s, aber das ist wohl eher aus der "Geiz ist geil"-Fraktion...

Die Suchfunktion habe ich schon bemüht, aber ohne Erfolg.

Gruß
Jofrank

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Björn



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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   So 29 Mai 2011, 08:16

Hallo

Also ich habe das Cellpro4S. Es lädt die Akkus gut und günstig, nicht mehr, nicht weniger.

Es hat allerdings mehere Nachteile:

Laden von nur 4 Zellen Akkus möglich

Es lädt "nur" über die Balancer-Anschlußkabel

Nur max 4A LAdestrom, wobei die dünnen Balancer-Kabel dann schon schön warm werden.

Keine Entladefunktion

Das ist ein Ladergerät das ich "am Platz" für meine 3S 2200er Packs nutze, die Größenordnung Akkus lädt es schnell und gut balanced.

Eigentlich alles was man braucht kann das Voltcraft B6 ULTIMATE LADER-ENTLADER, vom C, gibts auch Baugleich von Dymond.
Das ist gut und günstig, hat alle funktionen die man braucht , auch entladen, mächtig Dampf noch dazu.

Ich hab es jetzt mehrere Monate im Einsatz und bin zufrieden.

Das sind so meine Erfahrungen

Gruß Björn

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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   So 29 Mai 2011, 08:22

zu den Ladegeräten sollte man schon wissen was man benötigt, erstmal sollte man sich im klaren sein was man benötigt. ich empfehle von vornherein ein ladegerät mit 150-200 Watt ladeleistung mit eingebauten "Aktiven Balancer". ladegeräte mit 50-70W ladeleistung stossen schnell an ihre grenzen wenn man einen 500er Heli betreiben möchte. bewährt haben sich bei mir das BANTAM BC-6 ladegerät welches auch ein formatierprogramm mit bis zu 5 zyklen bereitstellt, desweiteren die storagefunktion welche die accus für längeren nichtbetrieb einlagert. es ist bestens geeignet für bis zu 6 Zellen.

nun , wer mehr zellen betreibt, sso ab 600er Heli mit 8-10zellen ist das beste was der markt hergibt das Junsi Icharger 1010 B+ das schon in mehreren tests sich als "Mercedes " der Ladegeräte herauskristalisiert hat


Testbericht von Gerd Giese

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Integrierter 10S-EQUALIZER ...eines der wenigen Geräte welches tatsächlich einen 10S-Pack balancieren kann!
hoher Gesamtwirkungsgrad (bis zu 95% eta), dadurch sehr kompakte Bauweise und geringes Gewicht!
für alle gebräuchlichen Akkutypen 1-10S Li-Ion/Lipo/LiFe, 1-27 Nixx, 2-36V Blei
läd und balanciert alle Lixx-Packs von 1-10S, 2 Packs 1-5S oder 3 Packs 1-3S

siehe auch hier: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

grüssle


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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   So 29 Mai 2011, 10:20

Wichtig bei einem Ladegerät ist auch, daß die Entladefunktion eine zwischen 3,0 und 3,6 Volt pro Zelle einstellbare Abschaltspannung bietet. Einige der preiswerteren Geräte haben dort den festen Wert von 3,0 Volt pro Zelle fest eingestellt. Ebenso wichtig ist, daß der Balancer entweder integriert ist oder als externer Balancer per Datenkabel mit dem Lader kommunizieren kann. Die interne Lösung ist immer die bessere, da sie "Kabelsalat" vermeiden hilft.

Die Lader von robbe und Hyperion in der Preisklasse ab 100 - 150 € aufwärts bieten diese Funktionen. Soviel sollte man schon anlegen, wenn man seine Akkus pfleglich behandeln möchte. Je nach ausgesuchtem Lader + Netzteil können da schnell 250 - 300 € zusammen kommen. So eine Ladestation benutzt man dann aber auch mindestens 10 - 15 Jahre lang. Mit dieser Geräteklasse ist das einarbeiten der Lipos problemlos und zuverlässig. Für noch höhere Ansprüche wie 10S in einem Block laden ist das von Hubi-Tom vorgestellte Junsi erstklassig.

Mein inzwischen schon recht altes Hyperion EOS 1210i kann 12 Zellen in 2 Blocks zu je 6 Zellen laden und entladen, einzeln sind maximal 6 Zellen möglich. Damals spielte dieses Gerät mit diesen Daten in der Oberliga, heute ist es nur noch Durchschnitt. Die Balancer sind extern und werden als Master und Slave hintereinander geschaltet. Somit erlennt der Lader auch bei 12 Zellen die Spannung jeder einzelnen Zelle.

Der Junsi iCharger 1010B+ könnte mein nächster Lader werden Very Happy
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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   So 29 Mai 2011, 14:22

Der Junsi iCharger 1010B+ ist mehr als sein geld wert, beacht die zusätzlichen optionen ( Styroporschneidefunktion, Motoreinlaufoption usw... ) und natürlich die Entladefunktion, welche zwischen 3,0 und 3,6 Volt pro Zelle in 1/10 schritten einstellbare Abschaltspannung bietet. und der moderate preis von ca 130€ spricht für sich. als ich es mir anschaffte lag der preis noch bei über 200€ aber ich habe das nie bereut, ist das JUNSI mein lader der allerersten wahl Very Happy Very Happy

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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Mo 30 Mai 2011, 09:03

Hallo,

ich lade auch mittels ICharger 206B, zusätzlich zum Einpflegen habe ich die max. Ladespannung pro Zelle auf 4,19V beschränkt, das beugt einer Überladung, während der Konstant Spannungsphase, der Zellen vor. Mache dies seit 2 Jahren und meine Lipos haben teilweise weit über 130 Ladungen hinter sich.

Des Weiteren habe ich noch 2x RT808D Charger (Bantam Kopie) und 1x XCharge 220EQ. Die beiden RT808D, max 60W wiesen grosse Drift der angezeigten Spannungen auf, auch die max. Ladespannung wurde um einige Zehntel Volt überschritten. Dies habe ich mit einem kleinen Eingriff geändert, sie zeigen jetzt zuverlässig die richtige Spannung an, schalten bei 4,19V pro Zelle ab. Allerdings sind die RT808D nicht zum Laden von 6S zu gebrauchen, die ersten 3 Zellen werden ordentlich balanciert, die weiteren 3 Zellen des 6S Pack schafft das Ladegerät nicht. Der XCharger lädt recht zuverlässig, tut sich aber mit 6S Lipos schwer, für 3S reicht er absolut. Die RT 808D Ladegeräte stammen aus der Zeit, als ich noch unwissend war, würde sie heute nicht mehr erwerben, ohne Eingriff in die Elektronik schaden sie mehr als sie Gutes tun, da sie von Werk ab schlecht abgeglichen sind.

Meine Empfehlung schliesst sich der von Schorsch an, investiert in vernünftiges Ladeequipment, denn hier gespart erbringt nur ärger sowie den Verlusst an Leistung eurer Lipos, das geht bis zur frühzeitigen Zerstörung der Lipopacks.

Da ich fast nur noch 6S Packs fliege kam mein betagtes Netzteil 13,8V 20A an seine Leistungsgrenze, daher baute ich mir ein Power Netzteil aus zwei Servernetzteilen auf. Sie sind seriell verschaltet, jedoch können 12 sowie 24 V genutzt werden. 12V 660W und 24V 1300W, das reicht auf alle Fälle um auch der nächsten Heli- Lipo-Grösse gewachsen zu sein. Kosten des Eigenbaues ca. 60,00 Euro.

Grüsse Karsten
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Jofrank



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BeitragThema: Danke und noch eine Frage   Mo 06 Jun 2011, 13:08

Hallo,

herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten.

Ich habe mir mal den Testbericht des iCharger 1010B+ angesehen; sinnvolle Funktionen, es gefällt mir.

Allerdings ist es von der Ladeleistung eine Nummer zu groß für mich (andererseits auch preislich ok), ich benötige maximal irgendwann mal 5s ( bei LiFePo vielleicht 6s) und 5 A Ladestrom (fliege keinen Heli, sondern Multikopter).

Gibt es ein anderes iCharger mit denselben Funktionen, aber weniger Leistung?
Vermutlich dürfte sich das aber preislich nicht wirklich groß auswirken, vermute ich, so daß es sinnvoller ist, die Überdimensionierung zu akzeptieren, oder was ist Eure Meinung??
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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Mo 06 Jun 2011, 13:27

zur zeit kostet das 1010er ca 138€ das 108er 159€. sicher ist es etwas überdimensioniert, aber beachte, ein 50W Lader läd deinen 6s 5A lipo gerade mal mit 2,2 A...... Crying or Very sad und der aktive equalizer ist einach nur klasse[b]
gugst hier: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
oder hier: hab ich grad gesehen, von den daten her könnte es bei dir passen:
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Mo 06 Jun 2011, 15:19

Das 106B+ würde gut reichen, es sei denn - man kann mit dem 1010B+ 2 LiPos 3s oder 4s gleichzeitig in Reihe laden (klar, dazu braucht man ein Balancer-Aufteilungskabel).
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helste



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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 09:33

Ich habe da noch mal eine Frage zu dieser Anleitung:

Zitat :
Erste Ladung mit 0,5 C bis 100 %
Erste Entladung mit 0,5 C auf 3,7 Volt / Zelle
Zweite Ladung mit 0,5 C auf 100 %
Zweite Entladung mit 0,5 C auf 3,6 Volt / Zelle
Dritte Ladung mit 1 C auf 100 %
Dritte Entladung mit 1 C auf 3,6 Volt / Zelle
Vierte Ladung mit 1C auf 100 %
Erster Flugeinsatz mit gemäßigten Strömen, also sanftem Flugstil, Flugzeit auf ca. 50 - 60 % Entladung beschränken
Fünfte Ladung mit 1C auf 100 %
Zweiter Flug mit Nutzung von 70 - 80 % der Kapazität mit sanftem Flugstil

Da ich ja nun nicht über so ein Oberklasseladegerät verfüge, würde mich interessieren, ob ich das mit meinem auch hinbekomme, oder was ich sonst machen kann.

Ich habe mir auf den Rat von hier aus dem Forum das X Charge 220EQ gekauft. Kann ich mit dem die Einarbeitung der Akkus korrekt durchführen?
Falls nein, wie kann ich es sonst machen?

Ich erwarte für heute eine Lieferung neuer Akkus. Wäre also super, wenn ich dann wüsste, was ich am besten mache, damit sie optimal eingearbeitet werden.
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Peter B.
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 13:06

Hallo,

klar kannst Du das mit dem Ladegerät machen, ich hab ja das gleiche Geräte.
Und sag ja nicht mehr, dass das kein Oberklassegerät ist [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Bei 0,5C Ladungen (ob Entladen oder Laden), musst Du nur die Kapazität der Lipos halbieren. Also bei einem 2200mAh Akku, gibst Du 1100mAH ein feddich.

Gruß
HP

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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 13:24

Danke. Dachte nur, weil hier von €200,- und so geschrieben wurde, dass ich halt mit dem billigeren Gerät dann nicht zur Oberklasse gehöre;)

Umso besser, wenn das Gerät doch so gut ist und das kann.

Die Restspannung kann ich aber nirgendwo einstellen, oder?

Schorch hat ja geschrieben, dass die auf 3,7V bzw. 3,6V eingestellt gehört. Das habe ich,ehrlich gesagt, nicht ganz verstanden.

Muss ich die Spannung da irgendwie beachten?

Muss auch mal schauen, wie ich das überhaupt einstelle mit laden und entladen. Habe ich bisher noch nicht ausprobiert.

Kannst Du vielleicht eine kurze Anleitung, wie ich da genau vorgehe posten?

LG
Helmut
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helste



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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 15:18

Habe jetzt zwar die Einstellungen für das Entladen entdeckt, aber ich habe noch nicht herausgefunden, wie man automatisch laden und entladen einstellen kann. Geht das mit dem Gerät bei LiPo überhaupt? Muss ich vermutlich separat durchführen. Also zuerst laden, dann entladen etc.

Was den Entladestrom anbelangt, so habe ich den auf 0,5C eingestellt. Die Spannung geht nur 3,7V aber nicht 3,6V. Das lässt sich nicht einstellen.
Macht das wirklich einen Unterschied?
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Peter B.
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 19:37

helste schrieb:
Habe jetzt zwar die Einstellungen für das Entladen entdeckt, aber ich habe noch nicht herausgefunden, wie man automatisch laden und entladen einstellen kann. Geht das mit dem Gerät bei LiPo überhaupt? Muss ich vermutlich separat durchführen. Also zuerst laden, dann entladen etc.

Was den Entladestrom anbelangt, so habe ich den auf 0,5C eingestellt. Die Spannung geht nur 3,7V aber nicht 3,6V. Das lässt sich nicht einstellen.
Macht das wirklich einen Unterschied?

Kannst Du vernachlässigen. Es geht nur um die ersten schonenden Ladevorgänge und achte auch bei den ersten 2 - 3 Flügen, dass keine brachialen Ströme fließen ala` Pitchpumping und so.
Meine Lipos haben im Schnitt sowieso ca. 10 Zyklen gebraucht, bis sie die volle Kapazität hatten.

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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 20:07

So, habe jetzt mal die neuen 800mAh LiPos, die ich für den Lama gekauft habe geladen. Beim Entladen kann ich nur die Spannung einstellen, die für den Akku vorgesehen ist, als 7,4V beim 2s. Das ist dann 3,7V/ Zelle wie in der Anleitung beschrieben.

Habe jetzt also mal 0,4A eingestellt und lade und entlade die Akkus damit 2 mal.
Dann mit 0,8 A 1 mal laden und entladen und wieder laden. Dann halt die nächsten 2-3 Ladungen gemütlich fliegen.

Bei den 3s 2200mAh LiPos, die ich für den HK450 gekauft habe, mache ich es genauso, nur halt mit 1,1A und 11,1V.

Ich hoffe das habe ich jetzt richtig widergegeben. Falls ja, dann habe ich es jetzt kapiert.
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Do 13 Okt 2011, 20:18

Paßt so, du hast es kapiert. Für gemütliche Fliegerei genügen diese paar Zyklen zur Einarbeitung, für hartes 3D sind rund 10 Zyklen Einarbeitung angesagt.
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BeitragThema: Re: Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung   Heute um 11:13

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Lipos "einarbeiten" für lange Lebensdauer und gute Leistung
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