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 Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER

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Hubi-Tom
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BeitragThema: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Fr 28 Dez 2012, 09:25

Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER Sad

zu den anfängen der Modellhelifliegerei machte man sich gedanken über die zu verwendeten Rotorblätter, der einfachheit wegen baute man die zunächst aus HOLZ und verwendete ein Profil aus der Steinzeit,, weil es sich bei Flächenfliegern bewährte, das NACA 0015. Neutral
Die vorteile lagen auf der Hand, dickes profil, robust und einfach zu bauen, für damalige verhältnisse. auch das handling war einfach: dickenrücklage bei 30% und durch die rechteckform der blätter wurde der Schwerpunkt mit T= 1/4 gegeben , was der befestigungsbohrung/ drehachse der Blätter entsprach. Neutral
Für die damaligen flugfähigkeiten der Piloten erstmal ausreichend, fürs schweben und die ersten Rundflüge. Jedoch war das Profil sehr leistungshungrig wollte man Kunstflug betreiben. Crying or Very sad
Schnell erkannte man die Nachteile des NACA-Profiles und einige Mutige,, Denker und Entwickler, machten sich daran mit anderen Profilen zu experimentieren, ohne die grundstruktur und die gewonnenen erkenntnisse zu verändern. Wink
So kam es , hier sei die Fa NHP genannt, bzw. die Fa THOMAS GALLENSTEIN, das Profile mit weniger spezifischen widerstand ( RAF30 oder Eppler-168 ) zum einsatz kamen. Der erfolg sprach für sich, und schnell wurden von unseren KOPIERERN die Profile übernommen,, man "Modifizierte" oder verschmelzte die Profile etwas, blieb dem original aber weitgehenst treu. Wink
Auch machte man neue erfahrungen, wie ein Rotorblatt gewuchtet, massenschwerpunkt usw. optimiert sein sollte. Wink
Daran halten sich einige heute noch fest. ohne die entwicklung zu berücksichtigen und deren bedürfnisse der Elektroflieger, wie auch den FBL-Fliegern gerecht zu werden. Man modifiziert und selektiert eben, ohne nennenswerte durchbrüche wie einst zu erzielen. Und die junge Heligemeinde nimmts gelassen hin, sie sind ja eh nur noch Konsumenten.... Sad
nur so als DENKANSTOSS: warum war die P51 der deutschen Me109 zb. so überlegen bei gleicher Motorleistung ??? naaaa ???
wird fortgesetzt.....





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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Fr 28 Dez 2012, 10:53

das die technik aus den 80er- 90er jahren schon längst ausgereift und seinen höhepunkt 2000 erreichte scheint keiner zu registrieren, Shocked mann bewegt sich permanent im kreis mit Massenschwerpunktoptimierung und Vor/Nachlaufselektierung ohne jemals an eine wirkliche Anpassung an die gestiegenen Anfordernissen nachzudenken. Crying or Very sad ok na gut,, schön bunt kann man Blätter auch verkaufen und das als eigenentwicklung präsentieren. Und die daraus resultierenden trägheiten kompensiert man mit Mörderdrehzahlen am Rotorkopf und den darauffolgenden Servoverstellkräften. früher flog man nen 600er Heli mit 3,5kg Servos,,, heute reichen nicht mal 12kg Servoverstellkräfte dafür aus,, bei Strömen bis zu 20A in der empfangsanlage. Shocked

wie soll nun, muss das Rotorblatt der Zeit angepasst sein ???

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Monello



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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Fr 28 Dez 2012, 13:18

Hubi-Tom schrieb:
Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER Sad



Aha!

.. und, was tust du dagegen, oder besser: was können wir dagegen tun? Rolling Eyes
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Peter B.
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Fr 28 Dez 2012, 15:39

Hubi-Tom schrieb:
....
nur so als DENKANSTOSS: warum war die P51 der deutschen Me109 zb. so überlegen bei gleicher Motorleistung ??? naaaa ???.....
Na ganz einfach, weil unsere Jungs zum Sprit sparen nur mit Halbgas geflogen sind.... lol!

Hubi-Tom schrieb:
.... Und die junge Heligemeinde nimmts gelassen hin, sie sind ja eh nur noch Konsumenten.... Sad
Ein Trend, der sich heutzutage nicht mehr verhindern lässt.
Aber Du hast natürlich Recht Tom.
Allerdings muss man auch fairerweise dazu sagen, das Thema ist ein sehr komplexes Thema und die große Masse wird sich nicht damit auseinandersetzen, da die Materie Modell-Hubschrauber insgesamt komplex ist.
Das ist bei Flächenfliegern nicht anders, wobei hier die Situation logischerweise auch anders ist.
Die Entwicklungen mit großen Fortschritten sind in der heutigen Zeit insgesamt weniger geworden und auch die Schritte der Erfolge kleiner.
Denke man einfach mal an die 80er Jahre bei meinem alten Arbeitgeber der BW. Die Huey hatte seinerzeit das NVP - Nutzungsverlängerungsprogramm (schönes Wort), da das alte Mädchen anfänglich mit Schwinungsrissen zu kämpfen hatte, die ganzen Neuentwicklungen damals waren gegenüber den 50er und 60er Jahren gigantisch.
Die Rotorblätter allein bei der Huey erhielten eine Aufwertung der Nutzungsdauer von 10000 Begtriebsstunden, weil neue Entwicklung und neues Material.....
Auch bei meiner alten Lady, die F-4 F, ähnliches Entwicklungsmuster...
Solche Sprünge macht man auch nicht alle 30 Jahre.
Der neue NH90, der Nachfolger der Huey, neu Werkstoffe, neue Technik, viel Elektronik.... aber eine Revolution?
Wenn der letzte NH90 auf den Schrottplatz geflogen wird, kommt eine Huey und holt die Piloten ab............ you know, what i mean?
Aerodynamik, Werkstoffkunde, all die fachspezifischen Bereiche, sind für den normalen Hobbypiloten einfach zu umfangreich, auch als Hobbylektüre.
Die Meisten haben ja noch Job und Familie und wenn Du aus einer ganz anderen Branche kommst und nicht mit dem Thema seit Jahrzehnten angehaucht, dann wirst Du das als Newcomer niemals auf die Reihe kriegen. Also bleibt hier der Konsum, auch wenns die Raubkopierer sind.
Ich erlaube mir keine Einschätzung, wieviel Modellflieger nicht einmal die Grundlagen und Kräfte der Aerodynamik kennen. Nein, so anmaßend will ich nicht sein.

Die Entwicklung eines Rotorblattes ist wesentlich komplexer, als ein supersonic Profil eines Jet`s mit Schwenkflügel.
Sorry für OT, aber die Konsumenten müssen mit den Produkten auf dem Markt leben.
Vielleicht sollten wir mal auf die Einwirkungen und Kräfte der Rotorblätter eingehen, um zumindest die Auswahl der auf dem Markt befindlichen Rotorblätter für unserer Helis besser nutzen zu können.
In der manntragenden Luftfahrt gehts ähnlich langsam in der Weiterentwicklung, selbst da sind 40 Jahre alte Konzepte teilweise noch Aushängeschilder.

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Fr 28 Dez 2012, 16:55

Heli-Player schrieb:

Vielleicht sollten wir mal auf die Einwirkungen und Kräfte der Rotorblätter eingehen, um zumindest die Auswahl der auf dem Markt befindlichen Rotorblätter für unserer Helis besser nutzen zu können.

Fänd ich eine gute Idee....
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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 09:27

Monello schrieb:
Hubi-Tom schrieb:
Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER Sad



Aha!

.. und, was tust du dagegen, oder besser: was können wir dagegen tun? Rolling Eyes


ich habe LÖSUNGSORIENTIERT nachgedacht und und bin zu einem ergebnis gekommen. Ihr solltet weniger PROBLEMORIENTIERT diskutieren Very Happy

für mich ist die realiesierung eines futuristischen Helis a`la Stargazer greifbar nahe ( Whispercraft )
während ihr immer noch an Altlasten herumdoktort.. auch die moderne Elektronische Reglungstechnik stösst an grenzen, wenn mechanisch nicht die möglichkeiten geboten werden...

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BeitragThema: hihi   Sa 29 Dez 2012, 10:37

farao farao Very Happy Very Happy
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 10:48

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 10:49

Hubi-Tom schrieb:
ich habe LÖSUNGSORIENTIERT nachgedacht und und bin zu einem ergebnis gekommen. Ihr solltet weniger PROBLEMORIENTIERT diskutieren Very Happy

für mich ist die realiesierung eines futuristischen Helis a`la Stargazer greifbar nahe ( Whispercraft )
während ihr immer noch an Altlasten herumdoktort.. auch die moderne Elektronische Reglungstechnik stösst an grenzen, wenn mechanisch nicht die möglichkeiten geboten werden...

Ja spitze! Very Happy .. ich hoffe Du lässt uns dann auch an Deinem lösungsorientierten Stargazer-Projekt in Form eines eigenen Threads teilhaben (wenn ich es richtig verstanden habe dass Du es im Modell umsetzen möchtest Shocked Wink ), ... während wir noch problemorientiert an den Altlasten rumdoktorn geek Very Happy Very Happy
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 11:05

Monello schrieb:

... während wir noch problemorientiert an den Altlasten rumdoktorn geek Very Happy Very Happy


Hallo Kollege,

ich denke, dass Wir dass auch noch eine ganze Weile tun müssen, da uns die Firmen auf absehbare Zeit keine besseren oder optimierteren Blätter anbietet.
Wäre auch schön zu lesen, wie andere User auf diese Thematik eingehen, optimieren oder es einfach ignorieren und deren "wie", "warum", "wieso" etc. erfahren.
Wie siehst Du die Sache aus eigener Erfahrung und welche Gedanken hast Du dir um das Thema Rotorblatt gemacht.
Ich schreibe nicht nur gern, ich lese auch sehr gerne, um von Anderen auch lernen zu können.

Gruß
Peter

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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 11:07

@ Monello:
für mich war und ist für mich TECHNIK immer ZUKUNFTSORIENTIERT ,, Stagnation oder gar Rückschritt wie es zur zeit vorherrscht, IST FÜR MICH KEIN THEMA Very Happy

und ich lerne gerne was dazu,, schliesslich bin ich ja auch schon in die jahre gekommen cheers

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 11:16

edit by MOD:

Ich hab den Trööt mal hier ins OT - Board geschoben, dann können Wir Alle hier freier Diskutieren und laufen nicht OT Wink
Im anderen Board geht es ja um "sonstige HK-Produkte" und daher passt es hier besser rein..................

Freue mich auf weiteren Gedankenaustausch der User cheers

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 11:28

Also ich hatte mir noch nie Gedanken zu Rotorblättern gemacht und bin ganz ehrlich....ich habe da auch gar keinen Plan von.

- Wo ist denn da der Unterschied bei den ganzen Blättern?
- Wann Fliege ich "symmetrische" oder "halbsymmetrische" Blätter?
- Wozu ist das überhaupt von Nöten, das es die beiden Gibt?
- Was ist ein "S-Schlag"?

Bis Dato, habe ich mich immer auf die Aussagen derer verlassen, die mit ihren Latten zufrieden waren. Ich habe natürlich auch Blattschmiedblätter im Einsatz. Mir wurde gesagt die verlängern die Flugzeiten....okay... Shocked

Wie Ihr seht, gibt es allein bei mir eine Menge, die man mir in diesem Bereich noch beibringen kann. Seit diesem Beitrag kommt da auch Interesse auf und ich wüsste gerne mehr über dieses Thema.

Ich bin aber so ein Typ, wenn ich den Nutzen nicht erkenne, dann habe ich es schwer mir den Stoff in den Kopf zu prügeln. Ähnlich geht es mir mit der Ladetechnik....aber das ist ein anderes Thema.

Ich fände es sehr angenehm, wenn man hier vielleicht nochmal einen separaten Beitrag aufmacht (ähnlich meiner Aurora9 Erfahrungen), damit unwissende dieses Wissen auch finden.

Zudem wäre es klasse (Hubi - sei mir nicht böse......aber.....ich verstehe nicht einen einzigen Satz von Dir hier, bezüglich der Rotorblätter) wenn es absolut verständlich aufgeführt werden würde.

Greets
Peter

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Monello



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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Sa 29 Dez 2012, 16:37

Kugelfisch schrieb:
Wie Ihr seht, gibt es allein bei mir eine Menge, die man mir in diesem Bereich noch beibringen kann. Seit diesem Beitrag kommt da auch Interesse auf und ich wüsste gerne mehr über dieses Thema.

Da geht es wahrscheinlich den meisten usern hier ähnlich wie Dir ... und ich bin da keine Ausnahme!

@Hubi-Tom und Heli-Player ... ja, ich bin auch interessiert was dazu zu lernen, bin mit 45 eh auch schon in die Jahre gekommen Wink und versuche selbst auch eher neue Lösungen zu finden wenn es das betreffende Thema (Lösung) noch nicht gibt.
Allerdings Rotorblätter zu entwickeln wäre mir noch nicht in den Sinn gekommen Wink , da bediene ich mich eher an dem was der Markt her gibt da ich annehme dass sich andere schon mehr Gedanken darüber gemacht haben als ich Wink

Spannend hier! .. werde als Technik-begeisterter das Thema gerne mit Interesse weiter verfolgen Very Happy
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Windhasser



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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   So 30 Dez 2012, 09:10

Ich habe mir schon ab und zu Gedanken gemacht, weiß im groben die Unterschiede von HS, VS oder eben S-Form. Schön vor allem waren die verschiedenen angebotenen Versionen eben vom Blattschmied.
Jetzt aber zu dem dem was Tom sagt. Ich denke mal, du hast wohl für dich eine neue Blattform entwickelt und hast auch das Wissen und Erfahrung das in Praxis und Produktion umzusetzen (wie war das noch : wer hatte Glatthorn das damals gezeigt und beigebracht ? Wink )
Nur wer von uns kann so was auch? Kaum einer! Also bleibt den meisten von uns nur übrig, das zu kaufen, was angeboten wird.
Daher Tom, fände ich es schön, wenn du harte Fakten auf den Tisch legst und nicht so nebulös alles formulierst. Weil das hilft hier sonst keinem weiter.
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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   So 30 Dez 2012, 09:24

Very Happy @ Kugelfisch:
ich bin schon einmal auf die Rotorblattechnik eingegangen:
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die ganze thematik hier zu diskutieren würde das Forum sprengen , allein die Profilthematik mit seinen RE-Zahlen , CW-Werten , Turbulenzen etc füllen Bände. Die problematik ist eben die , es verständlich auch einem Bäcker oder Kaufmann schriftlich darzulegen. Fakt ist aber, das sich keiner mehr seit den 80er jahren damit befasst hat, obwohl die Technik und deren bedürfnisse geändert hat. Crying or Very sad
Ich versuche das hier mal mit dem Fragen-Antwortspiel, also gehe auf fragen ein. Auch das team hier macht sich gedanken darüber, ob man es in form eines "WIKI"- Trööt
abhandeln wird. Die grundfrage ist die, Womit willst du anfangen, wie weitreichend soll das werden? alles egal wie, sprengt es den Rahmen eines einzigen Komplett--themas.

So, Peter ich werde mal deine Fragen nach und nach beantworten, und du wirst feststellen, das allein deine 4 Fragen schon einiges an schreibarbeit abverlangt Wink

Frage 1: Wo ist denn da der Unterschied bei den ganzen Blättern?
haste dir eigentlich schon selbst beantwortet, im Profil !! dazu noch: der Massenschwerpunkt !! und in den Vor~~ oder Nachlaufwinkeln
Profil heisst, es beeinflusst den Auftrieb, halbsymetrische erzeugen bei gleichen ANSTELLWINKEL gegenüber Vollsymetrischen mehr auftrieb.
Hat allerdings den Nachteil, das der Induzierte Widerstand des Halbsymetrischen Profils Exponentiell mit der Drehzahl ansteigt Shocked ergo: es wird bei kleinen Rotorkopfdrehzahlen und bei scale-helis eingesetzt.
Frage 2: Wann Fliege ich "symmetrische" oder "halbsymmetrische" Blätter?
ist eigentlich schon beantwortet, allerdings will ich dazu sagen: einfach wechseln also Symetrische Blätter Runter und Halbsymetrische drauf und länger fliegen zb. , so funzt das nicht!! zunmal bin ich der meinung , bei kleinen Helis unter der 600er klasse merke ich das nicht / kaum spürbar. Auch wird von Nöten sein, durch die herabsetzung der Hauptrotordrehzahl, die übersetzung des Hecks zu Ändern !!! das ist dann schon die Gesamtabstimmung des Helisystems Shocked
und Kunstflieger werden wohl IMMER Vollsymetrische einsetzen Very Happy Oder?
Frage 3: Wozu ist das überhaupt von Nöten, das es die beiden Gibt?
Naja eben weil es verschiedene bedürfnisse gibt , Scaleflieger, Kunstflieger, und 3D flieger , jede Sparte versucht sein System damit zu optimieren, seien bedürfnissen anzupassen Very Happy bei Schnee fährst du doch auch Winterreifen ?? oder?? eben den bedürfnissen angepasst Very Happy
Frage 4: Was ist ein "S-Schlag"?
es ist eigentlich ein Halbsymetrisches Profil welches etwas Modifiziert wurde ( zb. ZAGI 12% ) und findet ursprünglich in den NURFLÜGLER verwendung.
man versuchte den Induzierten Widerstand mit krümmung der Profilsehne zu verringern was auch gelang. allerdings, und das war absolut notwendig bei Nuris, kam es zur elliptischen auftriebsverteilung weshalb sie eigenstabil fliegen, Very Happy
beim Heli sind sie eher Kontraproduktiv und als netter versuch anzusehen. Auch gibt es Doppel-S-Schlag Blätter, das sind symetrische Blätter und haben eigentlich nur den oberen Profilverlauf von echten S-Schlagprofilen gemein,, also nur Verkaufsgimmiks Very Happy Very Happy irgendwelche vorteile sind nicht zu verzeichnen

so das wars erstmal, auf weitere fragen werde ich gerne eingehen







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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   So 30 Dez 2012, 10:35

Hubi-Tom schrieb:
.... und in den Vor~~ oder Nachlaufwinkeln.

Könntest Du mir das bitte nochmal näher erklären? Was sind diese Winkel?

Aber vielleicht schaffe ich es auch alleine....

Könnte es sein, das es die Winkel sind, die das Blatt beim Anlaufen (also Nachlaufen) und Stoppen (das ist dann das Vorlaufen) des Rotors einnimmt?


Hubi-Tom schrieb:
....es beeinflusst den Auftrieb, Halbsymmetrische erzeugen bei gleichen ANSTELLWINKEL gegenüber Vollsymmetrischen mehr Auftrieb. Hat allerdings den Nachteil, das der Induzierte Widerstand des Halbsymmetrischen Profils Exponentiell mit der Drehzahl ansteigt Shocked ergo: es wird bei kleinen Rotorkopfdrehzahlen und bei Scale-Helis eingesetzt.

Das sind dann also die Blätter, wo steht....bis max. 2.200 UdM? oder was sind "niedrige Drehzahlen" bei Euch erfahrenen Fliegern? Ich bin ja auch eher der ruhigere Rundflieger.

Hubi-Tom schrieb:
... einfach wechseln also Symmetrische Blätter Runter und Halbsymmetrische drauf und länger fliegen zb. , so funzt das nicht!!

Ich meine aber, das dass mal jemand hier so gepostet hat, das er genau so Fliegt. Aber egal....das kann ich verstehen. Was aber mache ich wenn ich so wie ich einen ruhigen Rundflug bevorzuge, aber wenn es mich packt.....dann möchte ich auch mal Rollen, Loops oder Turns machen.

Welches Blatt wäre da das beste für meinen beiden Flugstile?

Hubi-Tom schrieb:
...und Kunstflieger werden wohl IMMER Vollsymetrische einsetzen Very Happy Oder?

Da gehe ich mal schwer von aus. Wenn ich mir Deine Texte "richtig" durchgelesen habe, brauchen die Jungs auf dem Rücken als auch im normalen Flug den selben Wirkungsgrad. Deswegen Vollsymmetrische Blätter.


Hubi-Tom schrieb:
......so das wars erstmal, auf weitere fragen werde ich gerne eingehen

Bleibt dann ja nur eine über, bei meinem Flugstil...was nutze ich da am besten. Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dann müsste ich Halbsymmetrische Fliegen. Kann ich damit auch die von mir angesprochenen Figuren (ist ja kein 3D gebolze) Fliegen?


Ich danke für Deine Mühen, mir dieses durchaus schwierige Thema näher zu bringen. Ich habe mittlerweile auch so einiges im Netz gefunden. Bei Rotorblättern (wie bei vielen anderen Dingen auch in unserem Hobby) scheiden sich echt die Geister.

Auch habe ich den ein oder anderen gefunden, der sich seine Blätter selber macht. Aber da sage ich "Danke" aber "Danke Nein".

Das würde ich niemals nie nicht versuchen. Da hätte ich zu viel Schiss, das mir da etwas um die Ohren fliegt. Deswegen verlasse ich mich da auf die, die es können.

Und ich bin mittlerweile an einem Punkt in meinem Hobby angekommen, wo ich sage....klar geht Billig....aber ich möchte auch Qualität......und die kostet eben ein paar Euros mehr (manchmal).


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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   So 30 Dez 2012, 11:16

Bleibt dann ja nur eine über, bei meinem Flugstil...was nutze ich da am besten. Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dann müsste ich Halbsymmetrische Fliegen. Kann ich damit auch die von mir angesprochenen Figuren (ist ja kein 3D gebolze) Fliegen?

das Profil ist eigentlich bei dir völlig egal, nur solltest du es deinen ansprüchen gerecht Anpassen. die auswahl solltest du aber treffen wenn du zb. FBL einsetzt , da solltest du schon genauer wählen, denn da kommen eben die ansprüche der Vorlaufwinkel voll zum tragen. später gehe ich nochmal darauf ein ...

zu den Drehzahlen: man unterscheidet die systemdrehzahlen,, nehmen wir einen 500er zb.
für 3D zb sind drehzahlen um die 2800u anzustreben und abzustimmen. beim F3C fliegern ( Kunstfliegern) sind eher drehzahlen um die 2400U vorzuziehen und bad but not least, die scaleflieger welche so um die 1800-2000u ihr system abstimmen





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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 07:49

Da hat Tom ja eine Menge erklärt und so manche Frage beantwortet cheers

Nun, da ich hier auch nicht zum erlauchten Kreis der Erfinder und Macher gehöre, vor rund 25 - 30 Jahren nur ein paar Semester in den Bereich der Aerodynamik "reinschnuppern" durfte, tu ich mir natürlich leichter, was Tom hier schreibt.
Es ist jedoch ein gewaltiger Unterschied, zu wissen was gemeint ist, wovon oder worüber der Andere spricht, oder die Materie komplett zu verstehen, sie zu lesen und zu entwickeln. Zum letzteren Kreis gehöre ich nicht.
Mein Wissen darüber ist genauso alt, wie der Stand der techn. Entwicklung unserer Rotorblätter. Außerdem war mein Fachgebiet der Starrflügler (Flugzeug) und nicht der Drehflügler (Hubschrauber).
Kurzum, ich bin zumindest soweit in der Lage, die auf dem Markt befindlichen Rotorblätter auseinander zu sortieren, mir das für mich scheinbar beste Anforderungsprofil zu meinem jeweiligen Hubschrauber und dessen Einsatzzweck auszusuchen und einzusetzen. Dazu kann ich fliegerisch die Auswirkungen erkennen, ob es eine Verbesserung oder Verschlechterung für mich darstellt und ob bzw. wie ich optimiere oder gleich das Rotorblatt wechsle.
Ein Rotorblatt ist auch nur so gut wie das passende System und umgekehrt. Dazu haben wir ein begrenztes Setup-Fenster, in dem wir anpassen können. Ansonsten passt Heli, Rotorblatt und Anforderungsprofil nicht.
Bis dahin ist es als Modellbauer natürlich ein weiter Weg, wenn man es von der Picke auf lernt. Keiner hier ist mit dem Löffel der Weisheit auf die Welt gekommen.
Solch einen Erfahrungsschatz erwirbt man nicht in 2 Jahren Modellflug und schon garnicht in der heutigen Zeit.
Tom und ich haben eben frühere Zeiten der Modellbau-Aera miterlebt (Jeder auf seine Weise), da war einfach das Improvisieren und Tüfteln und eigenständiges Denken notwendig. Es gab nicht immer Fertiglösungen wie heute, die wurden seinerzeit ja erst erfunden.....
Kommen wir wieder in die heutige Zeit.
Es gibt Fertiglösungen bei den Rotorblättern, ein vielschichtiges Angebot an guten Blättern, unnötigen Blättern und viel Mist, da hier und heutzutage einfach der Kommerz im Vordergrund steht.
Da ich selber keine Rotorblätter erfinden kann und es auch nicht mehr vorhabe, muss ich, wie Jeder andere hier, mich auf das Angebot am Markt konzentrieren und die Auswahl treffen. Das Angebotene ist hier so individuell wie jeder einzelne Nutzer hier und seine zur Verwendung stehende Mechanik mit gewünschtem Einsatzprofil.
Irgendjemand jetzt zu sagen, nimm dieses oder jenes Blatt ist pauschal nur eine grobschlächtige Empfehlung, daraus entstanden, da sie einem selber gefallen, funktionieren, von allen Seiten empfohlen wurden, etc. etc.

Es gibt natürlich die Anfängerempfehlung der billigen Holzblätter, die einigermaßen sauber fliegen, einen Spurlauf zustande bringen und beim Crash nicht allzuviel zerstören.
Mehr müssen diese Blätter nicht abkönnen.
Komplizierter oder einfach, je nachdem, wird es wenn es weitergeht. FBL, Paddel, low rpm, high rpm, welche Übersetzung, welche Dämpfung, wie soll der Heli letztlich reagieren...... der eigene Flugstil, welche Mechanik, welches Anforderungsprofil.

Klar, wenn Alle im Verein die "Schnuffi-Schnapp"-Blätter fliegen, dann müssen die gut sein, dann nehm ich die auch.............. so läuft`s halt oft ab. Ob diese Blätter aber auch für den Einzelnen die richtigen Blätter sind, dass müsst ihr selber testen, ausprobieren und erfliegen. Ohne Lernen und Probieren, die Materie zu verstehen, geht das nicht, oder man fliegt einfach Empfehlungen.
So erfährt man ein best. Verhalten seines Helis und wenn das fliegbar ist, dann ist das gut. Schon hat man die tolle Empfehlung, kann man in jedem Großforum nachlesen.
Wem das nicht reicht, der muss zwangsläufig testen, lernen, probieren, experimentieren..... und wird staunen lernen.
Die Übrigen werden ihre 08/15 Combolösung fliegen und zufrieden sein, da sie das Hobby als pragmatischen Zeitvertreib sehen und nicht weiter in die Materie eintauchen wollen. Ist auch gut und dank dem heutigen Angebot auch kein Problem mehr.

Wir können auch einen Fachbegriffe-Wissens- und Erklärungsthread starten, mit Links zu fundierten Facherklärungen, Skizzen, Bilder, Tabellen etc., aber es gibt auch Wiki und Google, die allerdings nicht immer gezielt das wiedergeben, was man spezifisch zum Modellhubschrauber sucht.
Lasst Euch das mal durch den Kopf gehen, was Wir Alle in 2013 daraus machen, ich bin gern dabei.

Euer HP.

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PS: sorry, dass es so lang wurde.......... Embarassed

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 10:03

Ich hol das mal wieder aus dem Archiv hervor: um zum allgemeinverständnis was beizutragen, grundwissen zu vermitteln:


Very Happy Vorweg: Das optimale Rotorblatt gibt es nicht, sondern nur das für den Einsatzzweck optimierte ... Very Happy
schumi käme nie auf die idee, bei der formel 1 einen reifen einzusetzen der für Motocross optimiert wäre, die verhältnisse strasse zu gelände und darausfolgende Gripeigenschaften sind zu verschieden. umgekehrt genauso, was glaubt ihr, wie weit man mit "SLIKS" im Gelände kommt?

So in etwa verhält es sich bei unseren Helis. da haben wir den SCALE-Flieger, - den KUNSTFLIEGER und eben den 3D PILOTEN.
die anforderungen sind grundverschieden, so demnach auch die erwartung an das ROTORBLATT Sad
zunächst einmal die Faktoren die welche die Flugeigenschaften beeinflussen:

1. der INDUZIERTE PROFILBEDINGTE widerstand
2. der SPEZIFISCHE widerstand
3. der PROFILSCHWERPUNKT
4. der MASSENSCHWERPUNKT
5.die SCHLAGHÄRTE


zu1. der INDUZIERTE PROFILBEDINGTE widerstand
jedes Profil hat seinen eigenen Profilbedingten widerstand, je höher der ist, umso mehr motorleistung wird verbraten. diese profile sind relativ dick und haben eine runde Nase, bauartbedingt sind sie etwas schwerer und haben ihr haupteinsatzpotential bei Scalefliegern, sie sind auch sehr gut für autorotationen geeignet. auch die Halbsymetrischen zählen hier dazu, ihr widerstand nimmt exponential zur drehzahl zu, weshalb sie ihren vorteil nur bei niedrigen drehzahlen voll ausspielen können. für Scaleflieger das bevorzugte Rotorblatt Smile

zu 2. der SPEZIFISCHE widerstand
ist abhängig von der oberflächenbeschaffenheit, je glatter die oberfläche, um so kleiner ist dieser, und die benötigte Motorleistung ist geringer was mit mehr flugzeit belohnt wird. klar ist das die Höherwertige qualität sich im Preis wiederspiegelt. anmerkung: der induzierte und der spezifische widerstand sind von einander abhängig......

zu 3. der PROFILSCHWERPUNKT
idealerweise verläuft dieser längs zur befestigungsbohrung, der vorteil hierbei ist, das die benötigten SERVOSTELLKRÄFTE gering sind und das sich in direktere steuerfolgsamkeit bemerkbar macht. dieser Profilschwerpunkt ist aber nicht immer an der gleichen stelle, durch das verwendete profil verlagert er sich etwas bei unterschiedlichen Anstellwinkeln und wird gemeinhin als DRUCKPUNKTWANDERUNG bezeichnet scratch

zu 4. der MASSENSCHWERPUNKT
nichts beeinflusst die Flugeigenschaften eines Helis mehr als eben der Massenschwerpunkt des Rotorblattes. dieser liegt bei Standartblättern in etwa der mitte ( 50%)der Rotorblattlänge, gemessen von der Befestigungsbohrung zur Blattspitze. möchte man mit geringer rotorkopfdrehzahl fliegen, empfiehlt es sich ein Rotorblatt zu wählen, bei dem der Massenschwerpunkt weiter aussen ( 60% ) liegt. dies kompensiert die geringeren kreiselkräfte durch die kleinere Rotorkopfdrehzahl und führt zu stabilerem flugverhalten des helis.
wünsche ich aber ein extrem agiles und unstabiles flugverhalten wie zb.3D wähle ich ein Rotorblatt welches seinen massenschwerpunkt eher bei
40% der rotorblattlänge ansiedelt. die benötigte stabilität wird durch die hohe Rotorkopfdrehzahl wieder erreicht, Laughing

zu 5. die SCHLAGHÄRTE
hat bauartbedingt auch wesentlich einfluss auf die flugeigenschaften. als SCHLAGHÄRTE bezeichnet man die Biegesteifigkeit eines Rotorblattes und hat in verbindung mit der Rotorkopfdämpfung einfluss auf die Ruderreaktionen, ->agilität auf steuerimpulsen. auch hier unterscheidet man weiche, meist holz, mittelharte aus GFK und Harte aus CFK. die CFK-Variante ist eigentlich nur für 3D piloten geeignet und sollten , für normalflieger in verbindung mit weicheren gummis im rotorkopf eingesetzt werden, der erhöhte preis für so ein paar ist für normal bis Kunstflieger nicht zu rechtfertigen, für anfänger schon gar nicht, da sie bei einem crash einiges an zerstörerischer energie freisetzen. als gutes ALLROUNDBLATT haben sich die GFK-Latten bei mir etabliert welche unter berücksichtigung des zu fliegenden einsatzzweck bedenkenlos zu empfehlen sind.

so, das wars erstmal mit der kleinen einführung... Wink

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 12:19

Wo ihr denn nun gerade schon dabei seid:

In der manntragenden Fliegerei gibt es sogenannte "Whisperblades" - meist in militärischer Verwendung ....

als Beispiel
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Würden solche Latten denn für die Scale-Fliegerei oder nur dem normalen Rundflug nicht auch Sinn machen?
Das damit kein 3D geht ist mir klar.

Oder sind die Blätter dermaßen ineffizient, dass sich das für Modell-Hubschrauber nicht lohnt?

-ghost-

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 13:05

Very Happy genau da sind wir beim thema...
so oder so ähnliche versuche hatten wir modellflieger ende der 90er Jahre schon versucht, es gab zb. Rotorblätter mit richtigen"KEULEN" am randbogen etc.. aber man erkannte die Grenzen der damaligen Rotorblattechnik !!! und wusste noch etwas zuwenig der ganzen zumammenhalte,,zumal FBL nicht so das thema war, und die Rotorblätter eigentlich für die Verbrennernodelle gut abgestimmt waren. Wink
Heute sollte berücksichtigt werden: E-Antrieb und der einsatz von elektronischen FBL-systemen,, was man nur durch zb. selektion der serienblätter vornimmt, und dabei ganz vergisst, ein für FBL-geeignetes Blatt KANN NUR BEI EINER BESTIMMTEN SYSTEMDREHZAHL WIRKLICH FUNKTIONIEREN!! Shocked nach vorherrschenden Kriterien
deshalb der aufruf hier: haben schon Andere darüber NACHGEDACHT, ??? bevor ich anfange und ne Form baue wäre ein meinungsaustausch nicht schlecht,,,
ich starte da ja auch wieder einen Versuch,,, wie einst....
[b][b]

PS:
Würden solche Latten denn für die Scale-Fliegerei oder nur dem normalen Rundflug nicht auch Sinn machen? na klar
Das damit kein 3D geht ist mir klar. Doch, und wie,, ok deine vorgestellte version so wohl nicht..

Oder sind die Blätter dermaßen ineffizient, dass sich das für Modell-Hubschrauber nicht lohnt?


GENAU DAS GEGENTEILIGE IST DER FALL !!!

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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 15:32

Hubi-Tom schrieb:
...Würden solche Latten denn für die Scale-Fliegerei oder nur dem normalen Rundflug nicht auch Sinn machen? na klar...

GENAU DAS GEGENTEILIGE IST DER FALL !!!

Aber sobald die Enden in eine Richtung (hinauf oder hinunter) "gebogen" sind gibt es eine Vorzugs-"Fluglage", oder täusche ich mich da und es geht nur um eine Verwirbelung egal in welche Richtung.

Dass Du Dich zum Formenbau hinreissen läßt und ev. selbst konstruierte Blätter testen möchtest, gefällt mir Smile
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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 15:49

Very Happy
Dass Du Dich zum Formenbau hinreissen läßt und ev. selbst konstruierte Blätter testen möchtest, gefällt mir


Rotorblätter mache ich schon seit 25 Jahren in eigenen Formen Very Happy und das im aufwändigen Matritz/ Patritzenverfahren Shocked


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BeitragThema: Re: Rotorblattechnik oder die unfähigkeit der KOPIERER   Mo 31 Dez 2012, 16:57

Hubi-Tom schrieb:
..Rotorblätter mache ich schon seit 25 Jahren in eigenen Formen Very Happy und das im aufwändigen Matritz/ Patritzenverfahren Shocked

Toll! .. wusste ich nicht Very Happy ... werde das Thema hier weiter verfolgen Exclamation

Vielleicht baust Du so etwas wie im Bild oben (von ghost) für Freunde des Außergewöhnlichen?! Very Happy
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