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 Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!

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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Do 17 Jul 2014, 19:02

Teil 1: Mindestanforderungen:

Ich möchte in diesem kleinen Tutorial beschreiben, wie man mit einem günstigen "China-Bluetooth-Modul" (bei ebay ab ca. 4,50 €) eine Verbindung zu seinem mini VBar (und Klonen) herstellen kann und was man dazu benötigt.
Wer einige meiner sonstigen Beiträge kennt und jetzt wieder so eine große Elektronik-Löterei befürchtet kann beruhigt sein: Es muss nichts gelötet werden! Very Happy

Ihr solltet euch auch nicht von der Länge des Beitrags abgeschreckt fühlen. Ich versuche nur ausführlich und genau die nötigen Schritte zu beschreiben und zu bebildern.

Zunächst benötigt man ein einfaches Bluetooth-Modul mit seriellem TTL-Anschluss. Solche Module gibt es bei ebay meistens unter der Bezeichnung "Bluetooth TTL Module".
Dabei muss man darauf achten, dass man ein Modul mit so genannter "Backplane" (einer Trägerplatine mit Steckanschlüssen) kauft! Sonst lässt sich das Modul für diesen Zweck nicht einsetzen. Im Zweifel könnt ihr mir per PN einen Link schicken und nachfragen.

Geeignete Bluetooth-Module gibt es außer bei ebay auch bei zahlreichen anderen Anbietern, unter anderem auch bei HK:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

So sieht mein Modul von einem ebay-Anbieter aus:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Außerdem wird ein entsprechender Kabelstrang (4-adrig) benötigt, welcher bei den meisten Modulen schon mitgeliefert wird.

Die Anschlüsse auf dem BT-Modul sind beschriftet:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Dabei müssen die vier Anschlüsse RXD, TXD, VCC und GND des Bluetooth-Moduls mit denen des mini VBar gemäß dieser Darstellung verbunden werden:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Die anderen Anschlusspins (falls vorhanden) sind für diesen Anwendungszweck unnötig.


WICHTIGER HINWEIS:
Nahezu alle derartigen BT-Module sind nur für Versorgungspannungen von 3,6 - 6.0 Volt spezifziert. Das mini VBar gibt über die Spannungsversorgungspins allerdings direkt die BEC-Spannung aus!
Daher kann man so ein günstiges BT-Modul ohne sonstige Maßnahmen NICHT in HV-Umgebungen einsetzen!
Wenn man ein günstiges BT-Modul in einer HV-Umgebung verwenden möchte, dann muss man einen geeigneten Spannungsregler zwischenschalten. Darauf gehe ich in einem getrennten Beitrag weiter unten genauer ein!

Hat man das BT-Modul gemäß obiger Darstellung korrekt mit dem mini VBar verkabelt, dann kommt jetzt die Einrichtung am Beispiel eines Notebooks mit Windows 7 64-Bit. Bei anderen Windows-Versionen kann das evtl. etwas anders aussehen.

Verbindet man das mini VBar mit angeschlossenem BT-Modul jetzt mit dem BEC/einem Empfängerakku, dann sollte die LED des BT-Moduls schnell blinken. Jetzt aktiviert man Bluetooth am Notebook (falls nicht sowieso schon aktiv).

Man sucht nach aktiven BT-Geräten.
Taskleiste --> BT-Symbol --> Mausklick rechts --> Gerät hinzufügen:

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Dann wählt man das soeben aktivierte BT-Modul aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Es meldet sich in der Voreinstellung von Haus aus oftmals als "linvor", "HC-05" oder "HC-06" (manchmal auch anderer Name). Mein Modul meldete sich als HC-06. Nach einen Klick auf "Weiter" wird die Koppelungs-Pin verlangt, welche fast immer fest eingestellt "1234" lautet.
Nachdem man die Koppelungs-Pin eingegeben hat, wird die grundsätzliche BT-Verbindung hergestellt. Die LED des Moduls blinkt dabei weiterhin schnell.

WICHTIG:
Bevor man mit der VStabi-Software eine Verbindung herzustellen versucht, muss man den Namen des BT-Gerätes ändern in "VBAR***" wobei "***" beliebig ist.
Ein Name wie "VBAR Rex600" ist ebenso geeignet wie "VBARHeli1". Wenn der Name nicht mit "VBAR" beginnt, kann die VStabi-Software nicht mit dem Modul kommunizieren! Das gilt nur für Windows und nicht für Android-Smartphones!
Man öffnet das BT-Gerät in der Systemsteuerung --> Hardware und Sound --> Geräte und Drucker --> Bluetooth-Geräte --> Rechtsklick auf Gerätenamen --> Eigenschaften:

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Dort wählt man die Registerkarte "Bluetooth" und ändert den Namen des Gerätes auf "VBAR***":

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Nach einem Klick auf "OK" wird das Gerät entsprechend umbenannt.
Wenn man nun in der Systemsteuerung --> Hardware und Sound --> Geräte und Drucker --> Bluetooth-Geräte  nachsieht, sollte das Gerät den neuen Namen tragen:

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Jetzt hat man alle Hürden von Windows-Seite überwunden.

Jetzt muss man nur noch die VStabi-Software im Bluetooth-Modus starten. Dazu legt man zuerst eine zweite Programmverknüpfung an (einfach die vorhandene Verknüpfung kopieren) und ändert deren Aufrufparameter wie folgt:
Programmverknüpfung --> ein Rechtsklick --> Eigenschaften --> Kateireiter "Verknüpfung".
Diese sieht für den USB-Betrieb so aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]


Für den Betrieb der VStabi-Software im BT-Modus ändert man die Aufrufparameter so ab:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Jetzt startet man über die neue Verknüpfung die VStabi-Software im BT-Modus. Zunächst wird dabei keine BT-Verbindung hergestellt.
Man muss erst oben in der Menüleiste der VStabi-Software auf das kleine blaue Stecker-Symbol klicken:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Jetzt öffnet sich das BT-Verbindungsfenster und dort wird nach aktiven BT-Geräten gesucht. Bitte etwas Geduld, dies kann einige Zeit dauern!
Wenn das BT-Modul unter seinem neuen Namen "VBAR***" gefunden wurde, muss man es nur noch anwählen und danach auf die Schaltfläche "Connect" klicken:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Innerhalb einiger Sekunden wird die BT-Verbindung hergestellt und die LED des BT-Modul leuchtet nun dauerhaft.
In der Menüleiste der VStabi-Software wird die aktive Verbindung auch entsprechend angezeigt:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Damit ist die vollständige Einrichtung unter Windows abgeschlossen.

Um das mini VBar per Android-Smartphone einstellen zu können benötigt man eine entsprechende App für 5,95 € (siehe unten bei den häufigen Fragen) und auch etwas Glück, weil leider viele Android-Smartphones unter einer eher schlampigen Bluetooth-Implementierung leiden.
Dafür muss man aber auch nichts umbenennen oder irgendwelche Startparameter abändern - einfach App installieren, mit Modul verbinden, Pin eingeben und loslegen.

Viel Erfolg und bei Fragen könnte ihr mich jederzeit per PN kontaktieren.


Fallstricke:
In vielen Fällen funktioniert die Bluetooth-Einrichtung wie beschrieben und das System arbeitet danach ohne Murren.

Leider gibt es manchmal auch Probleme. Oftmals gehen diese auf den so genannten Bluetooth-Stack (gewissermaßen das Basis-Paket für BT im Betriebssystem) zurück. Die meisten BT-Stacks bieten das notwendige Profil für den Datenaustausch (SPP = Serial Port Profile) automatisch an, aber leider installieren manche PC-/Notebook-Hersteller unsinnigerweise einen eigenen BT-Stack, welcher das SPP nicht unterstützt. Dann funktioniert der serielle Datentransfer per BT leider nicht...
Auch mit vielen Android-Mobiltelefonen kann es z.T. große Probleme mit dem BT-Stack geben. Manche Android-Mobiltelefone laufen perfekt, andere machen nur Ärger...
Alle diese Pannen hängen NICHT mit dem billigen China-BT-Modul zusammen, sondern mit der oftmals leider sehr schludrigen und oberflächlichen Implementierung von Bluetooth im Betriebssystem - egal ob am Mobiltelefon oder Computer.
Sehr häufig kommt es nach einem Update des Betriebssystems (besonders bei Smartphones) zu z.T. schwerwiegenden Störungen bei Bluetooth-Verbindungen. Manchmal hilft es dann alle BT-Verbindungen komplett zu löschen und alle BT-Geräte neu zu koppeln.


häufige Fragen:

Welches Programm benötige ich, um mein mini VBar per Android-Smartphone einzustellen?

--> Es wird VBar/VStabi Setup für Android für 5,95 € benötigt.

Geht das auch am iPhone/iPad?

--> Nein! Es gibt keine passende App für Apple-Geräte, weil im Apple-BT-Stack das benötigte BT-Profil SPP (Serial Port Profile) für eine serielle Datenübertragung nicht implementiert ist. Da ist leider nichts zu machen.

Funktioniert das mit meinem Android-Smartphone XYZ vom Hersteller ABCD?

--> Keine Ahnung, ausprobieren, bei Android-Smartphones ist das schwierig vorhersagbar, tendenziell sind einfache Einsteiger-Smartphones ohne übertriebene Zusatzgadgets offenbar weniger anfällig für Störungen, während die mit allerlei Schnickschnack vollgestopften High-End-Modelle oft problematischer sind.
Wenn das Smartphone mit NFC ausgestattet ist, dann kann es helfen NFC zu deaktivieren.
Wichtig ist, dass das Gerät im Bluetooth-Stack das BT-Profil SPP (Serial Port Profile) für eine serielle Datenübertragung unterstützt!

Mein Notebook hat zwar Bluetooth, aber ich bekomme keine Verbindung hergestellt. Was kann ich tun?

--> Falls vom Notebook-Hersteller ein spezieller Bluetooth-Stack installiert wurde (häufig bei Lenovo), kann es helfen diesen durch den originalen Microsoft Windows BT-Stack zu ersetzen.

Welche Reichweite habe ich mit dem günstigen China-BT-Modul?

--> Die günstigen China-BT-Module gehören zur Bluetooth-Klasse 2 und dort sollten 8 - 10 Meter gut möglich sein. Im Freien bei direkter Sichtlinie erreichen manche auch problemlos 30 Meter oder mehr.
Dies hängt aber auch sehr von der Gegenstelle (Smartphone, Notebook etc.) und von der Einbaulage ab.

Darf das BT-Modul dauerhaft am mini VBar angesteckt bleiben oder sollte es während des Fluges lieber abgesteckt werden?

--> Aus elektrischer und elektronischer Sicht spricht nichts gegen den Dauerbetrieb des BT-Moduls. Auch der zusätzliche Strombedarf ist mit ca. 10 mA zu vernachlässigen.
Allerdings sollte man beachten, dass Bluetooth - wie die aktuellen 2.4-GHz-Fernsteuerungsysteme auch - im ISM-Frequenzband zwischen 2.40 GHz und 2,48 GHz sendet. Trotz all der modernen Protokolle und Frequenzsprungtechnologien ist daher nicht auszuschließen, dass es zu gegenseitigen Empfangsstörungen kommen kann.
Daher rate ich dazu das BT-Modul nur bei tatsächlichem Bedarf (Einstellarbeiten oder vorübergehender live Vibrationsanalyse) anzuschließen.

Ich habe kein mini VBar, sondern das normale große Mikado VStabi. Kann man dieses auch mit einem günstigen BT-Modul verwenden?

--> Grundsätzlich ja. Allerdings sind die Pins für die BT-Verbindung dort anders belegt. Da ich kein großes Mikado VStabi habe, kann ich in diesem Punkt leider nicht weiterhelfen.

Du hast das jetzt alles für das mini VBar von Mikado beschrieben. Ich habe ein FBL-System ABC von XYZ - geht das damit auch?

--> Das kann gut möglich sein, dass die beschriebene Vorgehensweise auf andere Stabi-Systeme übertragbar ist. Da ich diese Systeme jedoch nicht habe/kenne, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen...
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Teil 2: Optionale Einstellungen   Do 17 Jul 2014, 19:03

Teil 2: Optionale Einstellungen:

Manchen Nutzern mag es ggf. nicht so sehr gefallen, dass sie den Namen des China-BT-Moduls manuell in Windows ändern müssen, damit es mit der VStabi-Software funktioniert.
Noch gravierender dürfte wohl sein, dass die Pin zunächst fest auf "1234" eingestellt ist und sich nicht mit Hilfe der VStabi-Software ändern lässt.

Für beide Nachteile gibt es jedoch auch eine Lösung!

Man muss das folgende Prozedere nicht durchführen! Die BT-Verbindung kommt auch ohne die folgende Prozedur zustande.
Wenn man aber Pin oder Modulnamen dauerhaft ändern will, dann geht es nur wie folgt:

Man benötigt:
- USB-seriell-TTL-Adapter (z.B. mit FTDI FT232RL oder SiLabs CP2102), bei ebay ab ca. 2 € (für CP2102) bzw. ab ca. 8 € (für FT232RL)
     --> oft sind die Adapter geeignet, welche bei manchen ESCs oder FBL-Systemen für den PC-Anschluss verwendet werden - einfach mal ausprobieren!
 
- Terminal-Programm für die serielle Schnittstelle, ich verwende das kostenlose HTerm

Jetzt verbindet man die Anschlüsse des BT-Moduls mit denen des USB-seriell-TTL-Adapters nach folgendem Schema:

RXD --- TXD
TXD --- RXD
VCC --- +5V
GND --- GND

Die Spannungsversorgung wird also 1 : 1 durchverbunden (ich empfehle +5.0 V), während TXD und RXD über Kreuz getauscht werden:

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Nun startet man das Terminal-Programm. Im Terminal-Programm muss man folgende Werte einstellen, wobei der COM-Port des USB-TTL-Adapters variiert:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Wie man sieht ist der Adapter bei mir am (virtuellen) Port COM8 eingebunden. Das mag bei euch anders sein - im Zweifel hilft ein Blick in den Windows-Gerätemanager. Dort sollte der Adapter mit der zugeordneten COM-Port-Nummer aufgeführt sein.
Die anderen Zahlen müssen so wie abgebildet eingestellt werden.

Jetzt wird durch einen Klick auf "Connect" die Verbindung hergestellt.

Anschließend kann man über die Befehlszeile des Terminal-Programms die so genannten AT-Befehle an das BT-Modul senden.
Folgende Befehle sind möglich:

Code:
AT+PIN<BT-Pin>          + <CR>  -> Return Code: OKsetPIN     [Voreinstellung: 1234]
AT+VERSION              + <CR>  -> Return Code: linvorV1.8   [bezieht sich auf mein Modul, kann auch anders lauten]
AT+NAME<BT-Devicename>  + <CR>  -> Return Code: OKsetname    [Voreinstellung oft "linvor", "HC-05" oder "HC-06" / maximal 20 Zeichen]
AT+BAUD1                + <CR>  -> Return Code: OK1200
AT+BAUD2                + <CR>  -> Return Code: OK2400
AT+BAUD3                + <CR>  -> Return Code: OK4800
AT+BAUD4                + <CR>  -> Return Code: OK9600       [Voreinstellung: 9600]
AT+BAUD5                + <CR>  -> Return Code: OK19200
AT+BAUD6                + <CR>  -> Return Code: OK38400
AT+BAUD7                + <CR>  -> Return Code: OK57600
AT+BAUD8                + <CR>  -> Return Code: OK115200

Wenn man also z.B. den Namen des BT-Moduls dauerhaft auf "VBAR HK600" ändern möchte, dann geht das durch diesen Befehl:

AT+NAMEVBAR HK600   --> und Return-Taste drücken

Die Änderung der Pin auf z.B. "2265" geschieht so:

AT+PIN2265   --> und Return-Taste drücken

Wenn der Befehl korrekt übermittelt und umgesetzt wurde, dann erhält man jeweils die oben aufgeführten Return-Codes:

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WICHTIG:
Die Pin darf NICHT mit einer Null beginnen! "0482" geht nicht, "5002" geht!

Wie man oben sehen kann, kann man auch die Baud-Rate (die Verbindungsgeschwindigkeit) erhöhen, aber damit habe ich noch nicht viel experimentiert.
Ich rate davon ab hier "auf gut Glück" andere Baud-Werte auszuprobieren!

Das war's soweit. Bei Fragen könnte ihr mich jederzeit per PN kontaktieren.
Viel Erfolg!


Zuletzt von Nico_S_aus_B am Do 17 Jul 2014, 19:06 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Teil 3: Umrüstung für Betrieb in HV-Systemen   Do 17 Jul 2014, 19:04

Teil 3: Umrüstung für Betrieb in HV-Systemen:

Wie im ersten Beitrag bereits nachdrücklich erwähnt sind die günstigen China-Bluetooth-Module nur für max. Arbeitsspannungen von 6.0 V ausgelegt!
Das liegt daran, dass auf der "Backplane" (dem Trägerboard) ein kleiner Spannungsregler vom Typ Torex XC6206P33 montiert ist, welcher den BT-Chip CSR BC417 mit dessen spezifizierter Arbeitspannung versorgt.
Dieser kleine Spannungsregler Torex XC6206P33 verträgt nur maximal 6.0 V und geht bei höheren Spannungen entweder sofort oder nach kurzer Zeit kaputt.

Kleine Vorwarnung: Um das BT-Modul HV-tauglich zu machen kommt man nun nicht mehr um's Löten herum!

Es gibt zwei Lösungsansätze, um das "billige" China-BT-Modul dennoch sicher in einer HV-Umgebung betreiben zu können:

Lösung 1: Austausch des vorhandenen Reglers

Diese Lösung ist sehr elegant, weil keine externen Bauteile/Schaltungen verwendet werden müssen.
Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist, dass sie "flugtauglich" ist, d.h. es besteht keine Gefahr, dass Bauteile oder Lötverbindungen durch die Vibrationen und sonstigen Kräfte beim Flug gelöst werden.
Diese Lösung ist aber auch sehr "fummelig", weil ein wirklich sehr kleines Bauteil (der alte Spannungsregler) zunächst sauber ausgelötet und danach durch ein anderes Modell, welches eine höhere Spannung verträgt, ersetzt werden muss.
Das ist eine Arbeit für Leute mit SMD-Löterfahrung, passender Ausrüstung, guten Augen und ruhigen Händen. Wer diese Voraussetzungen erfüllt sollte diese Aufgabe aber problemlos meistern können.

Zunächst wird ein neuer Spannungsregler im passenden Gehäuse SOT-23A benötigt, welcher natürlich auch die gleiche Pin-Belegung haben muss!
Relativ gut verfügbar in DE sind Regler des Typs MCP1703A-3302CB von Microchip. Dieser Regler kann Eingangsspannungen bis zu max. 16 V verarbeiten und ist damit einwandfrei auch in HV-Systemen einsetzbar.
Achtung, diesen Regler gibt es in verschiedenen Gehäusebauformen! Es ist darauf zu achten, dass das Gehäuse der Bauform SOT-23A entspricht!

Auch sollte immer auf die korrekte Pinbelegung geachtet werden!
Dies ist die nötige Pinbelegung:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Zuerst kommt der schwierigere Teil: Der "alte" Regler wird vorsichtig ausgelötet und die freien Lötpads gereinigt (z.B mit Spiritus). Dieses Bild zeigt sehr gut wie klein der auszulötende Spannungsregler (rot markiert) wirklich ist:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

HINWEIS:
Die blauen Trägerplatinen (backplanes) haben nicht immer gleiche Layouts, aber auf allen findet sich der erwähnte Spannungsregler, nur eben an verschiedenen Positionen. Man darf sich davon nicht verwirren lassen.

Danach wird der neue Regler aufgesetzt und sauber verlötet. Konnte man den alten Regler sauber entfernen, ist dieser Arbeitsschritt schon weit weniger schwierig.
Ich habe auf vorher-nachher-Bilder verzichtet, weil man sowieso kaum was erkennen kann.

Ich prüfe danach noch zur Sicherheit die Leitungen (Ein- und Ausgänge) mit einem Multimeter auf Durchgängigkeit.

Fertig - das BT-Modul ist jetzt auch "HV-tauglich" bis max. 16 Volt.

Kosten: ca. 0,75 € für den neuen Regler


Lösung 2: Vorschalten eines externen Reglers:

Diese Lösung ist ästhetisch weniger ansprechend und wirkt recht hemdsärmelig, kann aber auch von eher grobmotorisch veranlagten Menschen noch realisiert werden, sofern Löten kein grundsätzliches Problem darstellt. Wink
Funktionieren tut auch diese Lösung einwandfrei, sofern die "HV-Spannung" mindestens 7.0 V beträgt!

Es eignet sich ein einfacher 5.0-V-Festspannungsregler LM7805, der als "Wald-und-Wiesen"-Artikel bei jedem Elektronikanbieter zu finden ist.
Die Gehäusebauform ist eigentlich egal, aber wegen der großen Abmessungen und stabilen Anschlussdrähte ist die sehr verbreitete Form TO-220 für Grobmotoriker am besten geeignet. Man kann aber auch TO-92 oder SOT-223 nehmen, aber die sind kleiner und filigraner...
Außerdem werden noch zwei Keramik-Kondensatoren mit 1 x 100 nF und 1 x 330 nF Kapazität (oder höher) benötigt.

benötigte Bauteile:
- Festspannungsregler 5.0 V Typ LM7805, Gehäuse TO-220
- 1 x Vielschicht-Keramikkondensator, mind. 100 nF Kapazität
- 1 x Vielschicht-Keramikkondensator, mind. 330 nF Kapazität

Kosten: ca. 0,90 €

Die Pinbelegung entspricht beim LM7805 ersten Bild und die Verschaltung der Teile erfolgt dann wie unten dargestellt. Bildlich gesprochen "trennt" der Spannungsregler die Plusleitung auf:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]    [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

In der Realität sieht das dann so aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Wem diese "fliegende" Verlötung nicht gefällt kann auch problemlos ein Stückchen Loch- oder Streifenrasterplatine als Trägermaterial verwenden.
Es ist wichtig, dass die beiden Kondensatoren so wie abgebildet angeschlossen werden: 330 nF zwischen Masse (= GND) und Eingang, 100 nF zwischen Masse und Ausgang.
Dabei sollten die beiden Kondensatoren außerdem so nahe wie möglich (d.h. mit möglichst kurzen Leitungen) am Spannungsregler angelötet werden.
Die beiden Leitungen für TXD und RXD bleiben vollkommen unbeeinflusst und führen ganz normal vom mini VBar zum BT-Modul.

Es ist empfehlenswert die Schaltung noch ohne das BT-Modul nach dem Zusammenbau in Betrieb zu nehmen und per Multimeter zu prüfen, ob wirklich 5.0 V am Ausgang anliegen.
Wenn das der Fall ist, dann kann das BT-Modul gefahrlos mit diesem "Zwischenregler" betrieben werden.
Zur Erhöhung der mechanischen Stabilität und zum Schutz empfehle ich das ganze Konstrukt mit Schrumpfschlauch einzuschrumpfen.
Mit diesem externen Spannungsregler können ohne Probleme bis zu 30 Volt anliegen, die der Regler problemlos auf 5.0 herunterregelt - 30 V dürfte wohl kein HV-Setup erreichen... Wink

Viel Erfolg beim Nachbau und bei Fragen einfach eine PN schreiben!
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Saschi



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Do 17 Jul 2014, 19:13

Geil... Hast gut gemacht. Für viele sicher eine sehr gute Hilfe...
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chrisma



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Do 17 Jul 2014, 21:09

tolles Tut - übersichtlich und verständlich - Danke!
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Hubi-Tom
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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Fr 18 Jul 2014, 07:36

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]  dolle anleitung [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

bei dem "windigen Spannungsregler " LM 7805 hab ich keramiks mit 10nF und 100nF verbaut,, funzt auch einwandfrei...

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grüssle


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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Fr 18 Jul 2014, 20:44


Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen!


Hubi-Tom schrieb:
bei dem "windigen Spannungsregler " LM 7805 hab ich keramiks mit 10nF und 100nF verbaut,, funzt auch einwandfrei...

Ich habe für die Kondensatoren die Werte genommen, die im Herstellerdatenblatt für den LM7805 angegeben werden.
Wegen des realtiv geringen Stroms, der bei diesem Einsatzzweck fliesst, tun es wohl auch geringere Werte, aber wenn jemand sowieso die benötigten Bauteile "frisch" kaufen muss, dann kann er auch gleich die passenden Werte nehmen.

Wer solche Dinge in seiner Elektronik-Grabbelkiste liegen hat und sich damit etwas auskennt, der wird meine Anleitung vermutlich sowieso nicht benötigen.
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gembi1985



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 22 Jul 2014, 00:01

klasse anleitung, sehr informativ, danke dafür!
wegen hv noch eine frage: mein elektronikladen im ort hat nur die regler mcp1700 und mcp1702 da. gingen die auch als ersatz für den vorhandenen regler?
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 22 Jul 2014, 08:10

gembi1985 schrieb:
... hat nur die regler mcp1700 und mcp1702 da. gingen die auch als ersatz für den vorhandenen regler?

Der MCP1700 ist NICHT geeignet, weil er die gleichen elektrischen Grenzwerte wie der bereits vorhandene Regler hat und daher keinerlei Verbesserung darstellt!

Der Spannungsregler Microchip MCP1702 ist dagegen schon geeignet, aber bei diesem Modell beträgt die zulässige Maximalspannung dann nur 13 V. Das dürfte allerdings auch von keinem HV-System erreicht werden und daher wohl keine Rolle spielen.
Auch den MCP1702 gibt es in verschiedenen Gehäusebauformen und es ist daher auch hier darauf zu achten, dass man das Gehäuse SOT-23A wählt.

Überlege dir aber gut, ob du diese fummelige Austauschaktion durchführen möchtest! Das ist wirklich nur was für "Uhrmacher".
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gembi1985



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 22 Jul 2014, 23:42

danke, ich denke das mit dem löten kriege ich hin. habe früher an märklin loks und waggons smd leds gelötet. fingerfertigkeit ist also vorhanden.

noch ne frage: hast du vielleicht ein paar links zu brauchbaren usb-adaptern für die umprogrammierung?
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Mi 23 Jul 2014, 07:54

gembi1985 schrieb:
hast du vielleicht ein paar links zu brauchbaren usb-adaptern für die umprogrammierung?

Bevor du extra einen neuen USB-TTL-Adapter kaufst sieht doch mal nach, ob du nicht vielleicht einen "Toolstick" für ESCs oder ähnliches rumliegen hast. Die nutzen meistens die gleichen Chips und haben oft auch die nötigen Pins TX, RX, GND und VCC.
Wichtig ist, dass man VCC und GND nicht vertauscht! Bei TX und RX kann man einfach mal ausprobieren, welcher Pin welches Signal führt. Schlimmstenfalls geht's eben einfach nicht.

Falls nichts in der Art vorhanden ist, habe ich dir eine PN mit diversen Links und meinen Erfahrungen zu Verkäufern und Produkten geschickt!

Viel Erfolg!
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gembi1985



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Do 24 Jul 2014, 00:03

danke für die nachricht mit den links. das hat mir eine lange suche gespart.
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gembi1985



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 26 Jul 2014, 23:45

hier mein erfahrungsbericht zum hv umbau. mein elektronikhändler hatte mir zwar am telefon gesagt, dass er den mcp1702 da habe war aber leider dann doch nur als sot-223 und nicht als sot-23. da war ich also angeschmiert.
habe nach einiger suche als ersatz den ts9011scx gefunden der perfekt passt und super funzt. die input supply voltage darf nicht mehr als 12 v sein aber das reicht für hv ja aus.
warum wird überhaupt immer dieser torex-regler verbaut obwohl der so wenig spannung aushält?
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   So 27 Jul 2014, 12:06

gembi1985 schrieb:
...als ersatz den ts9011scx gefunden der perfekt passt und super funzt. die input supply voltage darf nicht mehr als 12 v sein aber das reicht für hv ja aus.

Danke für deine Rückmeldung und die Info zum Spannungsregler.
Ich habe mir gerade mal das Datenblatt zum TS9011 angesehen. Von den elektrischen Grenzwerten her sollte es mit diesem Regler auch keine Probleme geben.
Schön dass es neben den Reglern von Microchip noch eine weitere Alternative für den direkten Austausch gibt.

gembi1985 schrieb:
warum wird überhaupt immer dieser torex-regler verbaut obwohl der so wenig spannung aushält?

Darüber kann ich natürlich nur spekulieren, aber es dürften wohl zwei wesentliche Gründe sein:

1.: vorgesehenes Einsatzgebiet: Die "Backplane" (die Trägerplatine mit den Steckanschlüssen) für die China-Bluetooth-Module ist nicht für den Modellbaueinsatz entwickelt worden, sondern für Systeme im Arduino-Umfeld. Dort herrschen üblicherweise nicht mehr als 5.0 Volt vor.

2.: Produktionskosten: Der vorhandene Regler Torex XC6206 ist spottbillig. Für einen privaten Endkunden in DE kostet der Regler bei Abnahme von 100 Stück weniger als 4 Cent pro Regler. Industriekunden dürften bei deren Abnahmemengen das Modell vermutlich für weniger als 1 Cent bekommen können.
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nettworker



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 23 Sep 2014, 15:19

Sehe ich das richtig, das die Kondensatoren ( Schrift nach oben ) immer rechts + haben?
Bei meinen sind die Beinchen auch gleich lang.....
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 23 Sep 2014, 19:20

nettworker schrieb:
Sehe ich das richtig, das die Kondensatoren ( Schrift nach oben ) immer rechts + haben?
Bei meinen sind die Beinchen auch gleich lang.....

Das liegt daran, dass viele Kondensator-Typen keine Polaritätsvorgaben haben!
Nur Elkos (Aluminium-, Niob- oder Tantal-Elkos) müssen in einer bestimmten Polarität betrieben werden, Kunststoff-Folienkondensatoren, Keramik- oder Keramik-Vielschicht-Kondensatoren ist das egal!
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nettworker



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 23 Sep 2014, 19:29

Danke, ich werd noch zum Elektronikprofi hier.

Gerade fertig gebaut (externen Spannungsregler im Kabel ) und funktioniert.
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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Di 23 Sep 2014, 19:48

Gute und verständliche Anleitung!

Hab mein System nur an 6V laufen jedoch ist es mit Verbindungsstabilität nicht weit her. Hab einen USB Stick mit BT am PC der andauernd neu synchronisiert. Manchmal brauchts 5 "Verbinden/retry" bis wieder das grüne Zeichen kommt. Bin zurück zum Kabel...kann natürlich an den BT Treibern oder am alten WIN OS liegen.

Will eigentlich etwas zum Reglertausch loswerden.
Durch höhere Eingangsspannungen steigt die Verlustleistung. Diese Seite wurde bis jetzt noch nicht beleuchtet.

Alles über 5V Eingangsspannung (*Strom) wird proportional in Wärme umgewandelt - eine Eigenschaft der Linearregler.
Der BT IC ist mit max ~50mA angegeben (lt Datasheet TX/RX burst, file exchange).
Der verwendete 5V Regler kann max 250mW Leistung abführen (unter besten Bedingungen).
(Eingangsspannung - Ausgangsspannung) * Strom = Verlustleistung
(6V - 5V) * 50mA = 50mW

Angenommen jemand versteht HV als 12V wäre das das Resultat:
(12V - 5V) * 50mA = 350mW
Hier könnte der Regler im Dauerbetrieb zu warm werden.

Für 8,4V sollte es aber kein Problem sein:
(8,4V - 5V) * 50mA = 170mW

Ersatzregler also ebenfalls mit 250mW Verlustleistung kaufen und bis 2s sollte das System problemlos laufen!

Gruesse
hk_user
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dxnemesis



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BeitragThema: VBAR App   Sa 21 Feb 2015, 13:07

Hallo,
ich versuche das ganze mit der App zu verbinden... klappt auch (pairing ist kein Problem) nur, dass wenn ich die App öffne immer nur "Enable" und nicht "Connect" dransteht.
Es geht also kein Einstellen, keine Livedaten einfach nix. Die Pins RX und TX hab ich auch mal vertauscht, kein Unterschied.
Hat jemand eine Idee? Konnte nichts dazu finden, außer das man die Pins mal tauschen kann Smile
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 21 Feb 2015, 13:30

Kannst du bitte mal etwas ausführlicher werden?
Welches Mobilgerät, welche Android-Version, welcher BT-Adapter exakt?
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cluedo



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 21 Feb 2015, 14:03

Genau das hatte ich mit meinem Tablett Acer A1-810.

Erst nach dem Android update auf Kittkat ging es dann.

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dxnemesis



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 21 Feb 2015, 17:21

Hi,
also ich hab ein Samsung Galaxy Ace 2, Android Version 4.4.4 (KitKat, allerdings ein CM11 mod) und habs auch mit einem älteren Smartphone von meinem Bruder versucht.
Bluetooth Module ist es dieses hier: CRIUS MWC Multiwii SE
edit by MOD: Link gelöscht
Hab die Pins vorne an dem 4fach Stecker entsprechend umgesteckt.


Grüße


Zuletzt von Peter B. am So 22 Feb 2015, 06:46 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : edit by MOD: Link entfernt!)
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nettworker



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 21 Feb 2015, 17:39

Auf welche Geschwindigkeit hast du das Modul eingestellt?

Meines Wissens nach stehen die Crius Module werksseitg auf einer sehr hohen Geschwindigkeit, mit der die Anwendung und das FBL nix anfangen können.
Check das mal, es müssen 9600 Baud sein.
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Nico_S_aus_B



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 21 Feb 2015, 17:58

dxnemesis schrieb:
also ich hab ein Samsung Galaxy Ace 2, Android Version 4.4.4 (KitKat, allerdings ein CM11 mod) und habs auch mit einem älteren Smartphone von meinem Bruder versucht.

OK, dann liegt es wohl eher nicht an der Android-Version oder der sonstigen technischen Ausstattung des Smartphones.

dxnemesis schrieb:
Bluetooth Module ist es dieses hier: CRIUS MWC Multiwii SE

Dieses spezielle Modul läuft herstellerseits mit 115200 Baud. Hast du das Modul auf die vorgesehenen 9600 Baud umgestellt? Manchmal muss auch der Name des Moduls noch geändert werden auf "VBar" (eher selten bei der Android-App, kommt aber gelegentlich vor).
Und aus irgendwelchen Gründen darf die PIN bei einigen BT-Modulen nicht mit einer führenden Null beginnen - stelle also zur Sicherheit auch die PIN um auf irgendwas anderes, solange die erste Zahl nicht "0" ist.

Und noch ein Rat zum Schluss: Entferne schnellstens den ebay-Link! Sowas ist hier grundsätzlich verboten!
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Kuntabunt



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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Sa 21 Feb 2015, 18:44

hallo

bei mir funktioniert das mit der Vbar-software auch nicht. hab ice cream und jellybean probiert. nen kollege hat die englische software von kbar irgendwoher und die geht mit meinen BT-modul sofort (hc-06).
gibt es vielleicht in der software was, das nach den orginal vbar sucht und nicht mit dem kbar verbindet?

gruß kunta
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BeitragThema: Re: Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!   Heute um 16:57

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Tutorial: mini VBar und billige "China-Bluetooth-Module" - so geht's!
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