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 Turnigy Micro-X Quad-Copter

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frefle



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BeitragThema: Turnigy Micro-X Quad-Copter   Mi 24 Dez 2014, 17:01

Habe mir zum Spielen und zur Einarbeitung in die Materie folgendes Teil angeschafft: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] und bin damit buchstäblich erst mal auf die Nase gefallen.

Habe den QC mit meiner DX6i gebunden und dann erst mal die Motoren freigegeben (Gasknüppel ganz unten rechts, wie's die MultiWII erwartet). Die Motörchen liefen auch an und drehten so mit 1/4 vor sich hin, nur abschalten ließen sie sich nicht mehr. Auch Lipo abklemmen und Funke ausschalten half nichts, sobald Lipo dran liefen die Mots auf ca. 1/4 Gas. Nachmessen an den Endstufen ergab: Alle 4 Mosfets defekt. Gut, haste n Montagsprodukt erwischt, dachte ich mir und hab bei HK reklamiert. Die waren auch recht freundlich und (für Versand aus China) auch recht schnell. Nur, jetzt kommts: Das Austauschexemplar verhielt sich genauso. Das ließ mir jetzt keine Ruhe, und, wer mich kennt, weiss, dass ich in solchen Fällen den Dingen auf den Grund gehe. Also ab ins Elektroniklabor und mal die Endstufen untersucht mit überraschendem Ergebnis:

Nach Ersetzen der defekten Mosfets liefen die Motoren (ohne Props) mit PWM, alles in Ordnung, und ließen sich auch wieder abschalten. Also Props drauf und Neustart. Und ... Mosfets wieder defekt, Motoren laufen dauernd. Also nur einen Mosfet ersetzt, Props runter, Oszi angeklemmt. Da fiel auf, dass ein relativ hoher Rückschlagimpuls anlag, wenn der Mosfet abschaltete, ohne Last (Prop) so um die 20V, was ziemlich genau an der Grenze dessen ist, was der Mosfet nach Datenblatt aushält. Da fehlt doch die Freilaufdiode, dachte ich mir, denn im Abschaltmoment will ja der Strom dank der Induktivität der Motorwicklung weiterfließen, kann aber nicht und baut deswegen eine relativ hohe Rückschlagspannung auf. Dies zu verhindern ist der Sinn der Freilaufdiode, und die fehlte hier definitiv. Hatte ich natürlich nichts passendes in meiner Sammlung, also was tun ?

Die Lösung ist relativ simpel: Jeder Mosfet hat eine sog. Bodydiode, die normalerweise in Sperrichtung liegt, warum also nicht einen zweckentfremden ? Das haut sogar relativ gut hin, da der relativ schön auf die zusätzlichen Motoranschlußpins gelötet werden kann, wie mein Bild zeigt. Dermassen alle 4 Endstufen modifiziert fliegt der kleine Kopter mit Goebish's (siehe RC Groups [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Einstellungen mehr als passabel und hat mir in mehr als 30 Flügen schon einigen Spass bereitet. Die Mosfets halten, Spannungsspitzen gibts keine mehr. Habe das Board Foto auch an HK geschickt, denn die Modifikation mit den zusätzlichen 4 Mosfets (Cent-Artikel) ist so einfach, dass diese vor Auslieferung durchgeführt, denen wohl jede Menge an Reklamationen ersparen könnte.

Bei Interesse an dem Bild der modifizierten Platine bitte melden, habe leider keine Ahnung, wie ich hier ein 1,5MB großes Bild hochladen kann.

Franz

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frefle



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BeitragThema: Mosfet Problematik   Di 30 Dez 2014, 08:38

Hi @ll,

auch wenn's hier niemand zu interessieren scheint, hier noch ein paar Gedanken zu der Mosfet Problematik bei o.g. Quadrocopter:

Vor Kurzem fiel mir ein defekter WLToys gleicher Baugröße in die Hände. Interessanterweise waren auch bei diesem keine Freilaufdioden verbaut. Dafür aber einigermassen überdimensionierte MTN2310N3 mit einer DS Spannung von 60V. Diese scheint ausreichend zu sein, denn die Rückschlagspannung der kleinen Motörchen bewegt sich nach meinen Messungen in einem Bereich von 20 - 40V je nach Last. Dies lässt nun folgende Schlüsse zu:

1. Es scheint inzwischen gängige chinesische Praxis zu sein, die Freilaufdioden zugunsten eines einfacheren und damit billigeren Platinenlayouts wegzulassen und die DS-Voltage der Mosfets gerade so hoch zu wählen, dass die Rückschlagspannung nicht größer wird.
2. HK hat die Sparerei völlig unnötigerweise auf die Spitze getrieben und 20V Mosfets eingesetzt. Dies funktionierte anscheinend bei der ersten Serie so lala
3. vmtl. im Lauf der nächsten Serie kamen andere Motoren zum Einsatz, die eine höhere Induktivität und damit Rückschlagspannung hatten und infolgedessen sterben jetzt die Mosfets wie die Fliegen.
4. Möglicherweise waren auf der funktionierenden Serie aber auch Mosfets mit einer höheren DS-Voltage verbaut, das müsste jemand eruieren, der ein fuktionierendes Exemplar davon besitzt.
5. Wer bei einem QC der ersten Serie einen Motor austauscht, sei es, weil er defekt ist, oder auch aus Tuning Überlegungen, wie im RC Groups Forum zu lesen, wird vmtl. dasselbe Problem bekommen.
6. Aus meiner Sicht ist das vorliegende Design ohne Freilaufdiode Unsinn, einziger Grund, die Freilaufdiode wegzulassen, könnte die Dynamik des Motors sein (scheint allerdings nicht zuzutreffen, denn meine beiden QCs mit Freilaufdioden fliegen astrein). Man kann sich auch kaputtsparen. HK hat mit diesen Dingern ein massives Problem am Hals. Und die, die funktionieren sind tickende Zeitbomben. Denn die genaue Höhe der Rückschlagspannung ist bei keinem Motor festgelegt, sie hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn dann, wie im vorliegenden Fall, die DS Spannung sowieso schon knapp dimensioniert ist, dann gibts Probleme.

Franz
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BeitragThema: Re: Turnigy Micro-X Quad-Copter   Di 30 Dez 2014, 17:51

Franz auch beim King wie überall auf der Welt heissts

GEIZ IST GEIL

Der King kann keinen billigen Ramsch verkaufen, und dabei noch 1Chinacent ausgeben.
Ich denk dass dem sein Lieferant auch erst Kohle sieht wenn der am Hungertuch nagt.

Ist hier in Deutschland es das gleiche und die Firmen im Land der aufgehenden Sonne haben von UNS nur gelernt. Sad
Traurig ist es, und die nicht nur für den Kunden, was würden wir ohne Tüfftler wie dir machen.

What a Face
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frefle



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BeitragThema: Re: Turnigy Micro-X Quad-Copter   Di 30 Dez 2014, 19:45

Hi @ll, hallo Karl,

quote: ...was würden wir ohne Tüfftler wie dir machen
wegschmeissen, wie's bestimmt schon viel zu viele getan haben, was ich eigentlich schade finde, denn:
- das Ding ist gut, bis auf eben die Mosfet Problematik
- läuft mit open source firmware, man kann gucken, was unter der Motorhaube passiert und ist nicht auf Gedeih und Verderb einem Hersteller ausgeliefert, der seine Firmware hütet wie das größte Staatsgeheimnis
- MultiWii hat eine riesige aktive Community
- tuts für mich als Anfänger wunderbar als Trainer und macht jede Menge Spass
- bring mir mal nen westlichen Hersteller, der so was unter nem 100er anbietet, ich brauch keine stylische Haube mit Firmenlogo drüber.
- wenn gleich von Anfang an die 4 Freilaufdioden draufpappst fliegt das Kistl fast "out of the box" (mit goebish's angepasster Firmware noch besser)
- man muss nicht mal die etwas diffiziel handlebaren Mosfets als Freilaufdioden nehmen, im Prinzp tuts fast jede beliebige bedrahtete 1A Diode, die kannst dann auch als Grobmotoriker mit n 100W Bräter einlöten

Mein Fazit: Da hat HK eigentlich ein feines Produkt und sich leider mit den dämlichen Mosfets das Renomee versaut. Wer löten kann, ist eindeutig im Vorteil. Ich als Bastler nehm ihnen das überhaupt nicht krumm. Da hat halt mal wieder ein BWLer den Entwickler überstimmt, wie das bei uns im goldenen Westen ja gang und gäbe ist. Alles Auslegungssache.

Nix für ungut,
Franz

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